Skunk Anansie - Black Traffic - Cover
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Skunk Anansie Black Traffic


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ihr Comeback haben Skunk Anansie bereits 2010 erfolgreich vollbracht. Jetzt legt die britische Band noch einmal nach.

Elf Jahre machte die Band Pause, dann erschien mit „Wonderlustre“ (2010) ein auffallend poppiges Comeback Album von Skunk Anansie. Die Rückkehr ist den Briten geglückt und so legen sie zwei Jahre später mit ihrem neuen Album „Black Traffic“ nach. Manche Filme stehen und fallen mit ihren Schauspielern und so ähnlich verhält es sich auch in der Musik: Die charismatische Frontfrau Skin sorgt vielleicht nicht im Alleingang für den Erfolg der Band, doch für einen stetigen Wiedererkennungswert.

„Weniger ist mehr!“ möchte man dem Opener „I Will Break You“ ebenso laut und hysterisch zurufen, wie Sängerin Skin ins Mikro kreischt. Ein bisschen too much, was jedoch anschließend mit „Sad Sad Sad“ wieder gut gemacht wird. Eine knackige Up-Tempo Nummer, mit eingängigem Chorus. Die Ballade „I Hope To Get To Meet Your Hero“ erinnert, mit Streichern unterlegt, unweigerlich an “Secretly” und gefällt aus genau diesem Grund auch ziemlich gut. Die groß angeteaserte Single „I Believed In You“ lässt den Hörer noch einmal aufhorchen, bis Titel wie „Our Summer Kills The Sun“ oder „This is not a Game“ den Gähn-Reiz auslösen. „Black Traffic“ ist eines dieser Alben, das man nach einmaligem Anhören ins Regal stellt und vermutlich nie wieder hervorholen wird.

Das Album hat weniger viele Höhen und Tiefen als vielmehr ein andauerndes gesundes Mittelmaß, was dank der Stimme von Frontfrau Skin zumindest das gewisse Etwas verpasst bekommt. Der kommerzielle Erfolg des letzten Albums sorgte für schwarze Zahlen und was einmal gut geklappt hat, versucht man gerne ein zweites Mal. „Black Traffic“ wurde ebenfalls in Zusammenarbeit mit Chris Sheldon (Foo Fighters, Biffy Clyro, Pixies) in London produziert.

Die 90er haben durchaus ja auch schon das ein oder andere Comeback zu verzeichnen, aber eine Sache steht jedoch auch nach „Black Traffic“ fest: Die Zeiten von „Hedonism“ oder „Weak“ sind vorbei. Skunk Anansie machen nach ihrer Pause und ihrem Comeback-Album „Wonderlustre“ weiterhin fleißig standardisierten Alternative-Rock. Das Album enthält durchaus ein paar Ohrwurm-Refrains, wirkt jedoch ein bisschen zu durchgeplant. Skunk Anansie wissen ziemlich genau, was sie zu tun haben, damit ihnen die alteingesessenen Hardcore-Fans die Alben aus der Hand fressen. Das funktioniert zwar so wie es soll, wird jedoch auch keine neuen Hörer anlocken.

Anspieltipps:

  • Sad Sad Sad
  • I Hope You Get to Meet Your Hero

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