Black Light Burns - The Moment You Realize You´re Going To Fall - Cover
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Black Light Burns The Moment You Realize You´re Going To Fall


  • Label: Neo/Sony Music
  • Laufzeit: 66 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Limp-Bizkit-Gitarrist Wes Borland verheddert sich in düsteren Klanglandschaften zwischen Dark Wave und Industrial Rock.

So wirklich schlau wird wohl niemand aus dem aktuellen Status bei den Nu-Rockern von Limp Bizkit. Nach sechs Jahren Pause veröffentlichte die Band mit „Gold Cobra“ (06/2011) ein eher lauwarmes Comeback-Album, spielte daraufhin auf einigen der größten Festivals, auf denen Limp Bizkit – fast wie immer – weite Teile des Publikums begeistern konnten, kündigten daraufhin mit „The Unquestionable Truth Part 2” und „Stampede Of The Disco Elephants” gleich zwei neue Studioalben an, obwohl die Band ihren Deal mit Interscope Records verloren hat, wozu sicher die vor allem in den USA als unterirdisch zu bezeichnenden Verkaufszahlen von „Gold Cobra“ beigetragen haben und vermeldeten als letzte News, dass man sich nach 15 Jahren von Bandmitglied DJ Lethal getrennt hat.

In das ganze Chaos platzt nun auch noch Limp-Bizkit-Gitarrist Wes Borland (37) mit dem dritten Release seines Neben- und zeitweise auch Hauptprojekts Black Light Burns, das er zusammen mit Drummer Marshall Kilpatric und Gitarrist Nick Annis eingespielt hat. Als Live-Band greifen Black Light Burns dagegen auf Joe Letz als Schlagzeuger sowie Dennis Sanders als Bassisten zurück.

Wes Borland holt den Hörer auf „The Moment You Realize You’re Going To Fall” in eine psychedelische Klanghöhle, die mit progressiv noch nett umschrieben ist. Alles was irgendwie schräg und düster klingt, wird hier in die Waagschale geworfen: Prügelorgien zwischen Hardcore („Splayed“) und Punkrock („We light up“) sowie nervös flirrender Industrial- („I want you to“) und 70er-Jahre-Art-Rock á la David Bowie („The colour escapes”, „Torch from the sky“). Hauptsache es scheppert, kratzt und beißt und der Hörer ist fürs Erste eingeschüchtert.

Diesen Respektszustand des Hörers kann sich Wes Borland allerdings nur temporär verschaffen, denn immer wieder verfranst und verheddert sich Borland in aussagelosen Klanglandschaften aus der Dark-Wave- und Ambient-Backstube, die speziell zum Ende des Albums Überhand nehmen und den letzten Rest an Spaß rauben.

Anspieltipps:

  • Splayed
  • Bakelite
  • I want you to
  • The colour escapes
  • Torch from the sky

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