The Darkness - Hot Cakes - Cover
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The Darkness Hot Cakes


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Comeback der zerstrittenen Hawkins-Brüder als neue alte Einheit.

The Darkness legten eine Rockkariere wie im Bilderbuch hin. Sie schossen gleich mit ihrem Debütwerk wie eine Rakete in den Himmel, untermauerten mit Album Nummer zwei ihren Status und stürzten danach wie eine Bleiente ab. Das alles passierte innerhalb weniger Jahre zwischen 2003 und 2005 und es kam, wie es kommen musste: Die gefeierte Gruppe ging vor die Hunde! Nach der Bandauflösung im Jahr 2006 beschäftigten sich die zerstrittenen Hawkins-Brüder Dan und Justin mit ihren neuen Projekten Stone Gods und Hot Leg, die zu keiner Zeit an die Erfolge von The Darkness herankamen. So vertrödelten die talentierten Musiker ihre Zeit, bis sich die Streithähne Dan und Justin endlich zusammenrauften und im März 2011 das Comeback von The Darkness ankündigten.

Mit der Veröffentlichung von „Hot Cakes“ – dem dritten The-Darkness-Album in neun Jahren – ist aus der Ankündigung Wahrheit geworden. Die Band hat im Original-Line-up des 2003er Debütalbums „Permission To Land“ (10/2003) ein klassisches Rockalbum ohne den Firlefanz und den Bombast des Zweitwerks „One Way Ticket To Hell... And Back“ (11/2005) eingespielt und damit den Zeitgeist erkannt, dass bevor das Maul zu groß aufgerissen wird, erst einmal bodenständige Leistung zählt.

Natürlich kann Justin Hawkins (37) auch auf „Hot Cakes“ gesanglich nicht aus seiner Haut und streut immer wieder seine gefürchteten Falsetttöne ein. Das ist in der Tat auch gut so, gehört dieser exaltierte Gesangsstil doch zu den größten Markenzeichen von The Darkness, die sich in Sachen Songwriting ansonsten redlich mühen müssen, um an die Genialität ihrer vorangegangenen Alben heranzukommen. So fällt die Eröffnung mit „Every inch of you“ und „Nothin’s gonna stop us“ eher solide als überragend aus. Erst mit „With a woman“ und der Hymne „Living each day blind“ blitzt der genialische, an Queen gemahnende Darkness-Wahnsinn wieder so richtig auf.

Von diesem Moment an sollte der geneigte Hörer beim Sound von The Darkness anno 2012 angekommen sein. Denn Wunderdinge passieren auf „Hot Cakes“ im weiteren Verlauf keine mehr. Das britische Quartett zeigt sich als „ehrlich“ rockende Band, die auf Produktionsschnickschnack verzichtet und stattdessen lieber elf knackige Songs in die Waagschale wirft. Damit nehmen The Darkness den Kampf um die Hörer auf, die sie in den vergangenen Jahren verloren haben. Ob diese durch „Hot Cakes“ mit fliegenden Fahnen zu der Band zurückkehren werden, wird sich zeigen.

Anspieltipps:

  • Forbidden love
  • With a woman
  • Living each day blind
  • Everybody have a good time
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