Jim Cuddy - Skyscraper Soul - Cover
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Jim Cuddy Skyscraper Soul


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 61 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Blue-Rodeo-Veteran mit einem herrlich gediegenen Canadian-Americana-Album.

Der Sänger und Songschreiber Jim Cuddy (56) gehört zu den Gründungsmitgliedern der kanadischen Country-Rock-Band Blue Rodeo, die mit Siebenmeilenstiefeln auf ihr 30-jähriges Bandjubiläum zugeht. Neben seiner Tätigkeit bei Blue Rodeo ist Jim Cuddy auch immer wieder mal solo unterwegs und veröffentlichte bis dato drei Studioalben: „All In Time“ (09/1998), „The Light That Guides You Home“ (09/2006) sowie „Skyscraper Soul” (09/2011), das nun auch via Blue Rose Records in Deutschland offiziell auf den Markt kommt. In seiner kanadischen Heimat ist Jim Cuddy dagegen sowohl solo als auch mit Blue Rodeo vom ersten Tag an beim Majorlabel Warner Bros. unter Vertrag.

Neben den Cowboy Junkies zählen Blue Rodeo zu den beständigsten Bands Kanadas. In 25 Jahren Bandgeschichte haben Blue Rodeo in ihrer Heimat Kultstatus erworben, der sich in regelmäßigen Platin-Auszeichnungen ihrer Veröffentlichungen widerspiegelt. Außerhalb Kanadas sieht es dagegen eher mau aus für die Band. Noch nicht einmal in den benachbarten USA, geschweige denn in Europa kamen Blue Rodeo bis dato über den Status von Kritikerlieblingen hinaus. Darüber lässt sich staunen. Doch solche Merkwürdigkeiten schreibt eben nur das Leben. Und Kanadier sind sowieso ein ganz spezielles Völkchen...

Jim Cuddy solo bedeutet eine stilistische Neuorientierung, die hinweg führt vom typisch-rauen Blue-Rodeo-Sound, hin zu einer hochmelodischen Mischung aus Country-, Folk-, Pop-, Roots-Rock- und Americana-Klängen im Fahrwasser von Bands wie den frühen Wilco, The Jayhawks und Whiskeytown. Dabei offenbart Cuddy ein herrlich gediegenes Songwriting und zusammen mit seiner Tour- und Studioband wunderbar erfrischende Arrangements, die das stets als altbacken und verstaubt im Verdacht stehende Country-Genre auf angenehme Art und Weise repräsentieren.

„Skyscraper Soul“ klingt trotz 14 Songs und einer Stunde Spielzeit nie langweilig, so dass der Hörer nicht mit Füllmaterial gequält wird, wie es häufig an der Tagesordnung ist. Hier zahlt sich aus, dass Jim Cuddy nur alle Jubeljahre mal ein Soloalbum macht: Er hat in seinen Songs etwas zu sagen, die Musik klingt frisch, die Produktion ist auf einem bestechend hohen Niveau und die beteiligten Musiker harmonieren prächtig. So macht Canadian Americana eine hervorragende Figur!

Anspieltipps:

  • With you
  • Wash me down
  • Skyscraper soul
  • Don’t know that much
  • Everyone watched the wedding

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