Lincoln Durham - The Shovel Vs. The Howling Bones - Cover
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Lincoln Durham The Shovel Vs. The Howling Bones


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein neues Bluesrocktalent aus Texas. Jack White wird große Ohren machen!

Mit dem jungen Texaner Lincoln Durham platziert sich im Moment ein neuer Stern am Country’n’Blues- bzw. Singer/Songwriter-Himmel. Sein Debütalbum nahm Durham zusammen mit Ray Wylie Hubbard und George Reiff im heimischen Austin auf, wobei aus dem ursprünglichen Plan einer 4-Track-EP am Ende der elf Tracks starke Longplayer „The Shovel Vs. The Howling Bones“ wurde. Klarer Fall von Kreativitätsschub, der nicht unnötig unterbunden wurde und in einem beachtenswerten Album mündete.

Wir halten fest: Der Amerikaner verkörpert mit seiner ausnahmslos selbstgeschriebenen Musik die erdig-raue Sorte des Blues und Roots-Rock, wie sie ein paar Takte schneller gespielt, aktuell auch The Black Keys praktizieren („Reckoning lament“) bzw. früher The White Stripes dargeboten haben („Love letters“). Darüber hinaus beherrscht Lincoln Durham auch das Country-Fach („Trucker’s love song“) sowie das klassische Singer/Songwriter-Segment im Stile eines Ray LaMontagne („Clementine“).

Auf dem bedrohlich-düsteren Cover seines Debütalbums verbirgt Lincoln Durham mit Bravour, dass er zu der Art immer gut aussehender Menschen zählt, die die Titelblätter der Musikmagazine abonniert haben. Und auch sein raues Stimmorgan deutet nicht darauf hin, dass der Texaner problemlos als Schwiegermutters Liebling durchgehen würde. Auf diese Weise wird geschickt kaschiert, dass das süddeutsche Blue Rose Label einen potenziellen Shootingstar unter Vertrag genommen hat, bei dem das sogenannte „Gesamtpaket“ perfekt stimmt.

Lincoln Durham präsentiert sich als beseelter Musiker, der den Blues auf urwüchsige Weise interpretiert, ohne sich allzu offensichtlich an irgendwelche Vorbilder zu hängen. Seine Songs sind rau und geprägt von einem herrlich schmutzigen Slide-Gitarrenspiel. Richtig, dass die Produzenten deshalb auf jedweden Schnickschnack verzichteten und eine Platte entstehen ließen, die in ihrer Machart an den Purismus á la Seasick Steve oder Jack White erinnert.

Anspieltipps:

  • Clementine
  • Love letters
  • Last red dawn
  • Reckoning lament
  • Trucker’s love song

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