Ozzy Osbourne - Speak Of The Devil - Cover
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Ozzy Osbourne Speak Of The Devil


  • Label: Eagle Vision/EDEL
  • Laufzeit: 78 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Angetrieben von einem dicklichen und stark schwitzenden, aber gut bei Stimme befindlichen Ozzy Osbourne pflügt sich die perfekt eingespielte Band durch eine coole Setlist.

Vor 30 Jahren, am 12. Juni 1982, spielte der ehemalige Black-Sabbath-Frontmann Ozzy Osbourne (heute 63) im Amphitheater des kalifornischen Irvine Meadows einen der notwendig gewordenen Nachholtermine der „Diary Of A Madman“-Tour, die aufgrund des unfassbar tragischen Todes von Ausnahmegitarrist Randy Rhoads (damals 25) bei einem Flugzeugabsturz in Florida unterbrochen wurde. Als Ersatz für Rhoads wurde Night-Ranger-Gitarrist Brad Gillis (heute 55) geholt, der in wahrlich große Fußstapfen zu treten hatte, galt Randy Rhoads doch als eines der größten Talente an der Sechssaitigen. Am Ende hielt es Brad Gillis auch nicht sehr lange bei Ozzy Osbourne aus, sodass er auch nur auf dem Live-Album „Speak Of The Devil“ (11/1982) zu hören ist, das nun als Blu-ray und DVD wiederveröffentlicht wird.

Zu besagter Zeit hatte Ozzy Osbourne mit „Blizzard Of Ozz“ (09/1980) und „Diary Of A Madman“ (11/1981) seine ersten beiden Soloalben nach dem Rausschmiss bei Black Sabbath auf den Markt gebracht. Folglich waren seine Live-Auftritte was die Spielzeit betrifft relativ kompakt gestaltet und neben den Songs seiner Soloalben auch mit dem einen oder anderen Klassiker von Black Sabbath durchsetzt. Zu Osbournes Tour- und Studioband gehörten damals u.a. Tommy Aldrige (Drums) und Don Airey (Keyboards), die allesamt zu absoluten Könnern in ihrem Fach gehörten. So konnte auch der bittere Ausfall Randy Rhoads‘ aufgefangen werden, was auf der „Speak Of The Devil“-DVD in gut 80 Minuten eindrucksvoll zu bestaunen ist.

Angetrieben von einem leicht dicklichen und stark schwitzenden, aber gut bei Stimme befindlichen Ozzy Osbourne pflügt sich die perfekt eingespielte Band durch eine Setlist aus legendären Tracks wie „Paranoid“, „Iron man“, „Crazy train“, „Mr. Crowley“ oder auch „Suicide solution“. Zeit zum Luftholen gibt es nur bei einem kurzen Gitarre- und Band-Instrumentalpart und der anschließenden Ballade „Goodbye to romance“. In der Schlusshälfte sieht man dagegen einen aufgedrehter denn je auf der Bühne arbeitenden Madman, der in diesem historischen Bild- und Tondokument unter Beweis stellt, warum er zu den charismatischsten und großartigsten Figuren des Heavy Metal zählt. Dazu zählt nämlich nicht nur eine herausragende Stimme wie die eines Ronnie James Dio und unfehlbares Songmaterial, sondern auch Bühnenpräsenz und Publikumssympathien.

Anspieltipps:

  • Paranoid
  • Crazy train
  • Mr. Crowley
  • Suicide solution
  • Flying high again
  • Goodbye to romance

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