Versus The World - Drink. Sing. Live. Love. - Cover
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Versus The World Drink. Sing. Live. Love.


  • Label: Concrete Jungle Records
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Als kleine Supergruppe aus Lagwagon- und The-Ataris-Mitgliedern liefern Versus The World feinen kalifornischen Melody Punk ab.

Die aus dem kalifornischen Santa Barbara stammende Punkrockband Versus The World ließ fast sieben Jahre zwischen dem US-Release ihres selbstbetitelten Debütalbums und dem jetzt auf den Markt gebrachten Zweitwerk „Drink. Sing. Live. Love” vergehen. Wie schön, wenn man als Künstler scheinbar alle Zeit der Welt hat, nicht hetzen muss und nur dann neue Songs veröffentlicht, wenn man selbst Lust darauf hat und nicht, wenn das Label mal wieder drängelt.

Entsprechend entspannt – wenn auch mit der nötigen Prise Rotzigkeit – und gut abgehangen klingt der Melody Punk der Herren Mike Davenport (The Ataris), Chris Flippin (Lagwagon), Bryan Charlson (Crooks And Liars) und Donald Spence (Crooks And Liars) auch auf ihrem zweiten Longplayer, der zusammen mit Produzent Thom Flowers (u.a. Bad Astronaut, The Ataris, Sugarcult, Mad Caddies) im heimischen Santa Barbara eingespielt wurde.

Auch wenn Versus The World bis auf „A fond farewell“ im Einzelnen nicht die Hits ihrer Genrekollegen wie Bad Religion, Rise Against, NoFX, No Use For A Name oder auch Pennywise aufweisen können, so liefert das Quartett zumindest eine – wie es im Fußballreporterdeutsch heißen würde – geschlossene Mannschaftsleistung ab, aus der keine Fraktion negativ aus dem Rahmen fällt. So ist das Gesangsduo Donald Spence und Chris Flippin engagiert und mitreißend am Werk und changiert auffällig zwischen sanften Parts, Mitgrölrefrains und leichten Hardcore-Attacken, die von der schwer ackernden Rhythmusabteilung – Mike Davenport am Bass und Bryan Charlson an den Drums – aus dem Boden gestampft werden.

Damit liefert die kleine Supergruppe aus Lagwagon- und The-Ataris-Mitgliedern ein in sich geschlossenes Melody-Punk-Feuerwerk ohne große qualitative Ausreißer nach oben und unten ab und empfiehlt sich am Ende wie eine eiskalte Dusche nach einem heißen Sommertag.

Anspieltipps:

  • These bones
  • A fond farewell
  • In fear of finale
  • The kids are fucked
  • A love song for Amsterdam

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