Riff Raff - Leaving D.C. - Cover
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Riff Raff Leaving D.C.


  • Label: Saol/H'ART
  • Laufzeit: 58 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine AC/DC-Coverband macht eigene Sache und klingt dabei über weite Strecken wie.... AC/DC.

Wenn sich eine Band den Namen Riff Raff verpasst, dann weiß der geneigte Kenner schnell worum es geht: Satter Hardrock im Stil von AC/DC, die auf ihrem 1978er „Powerage“-Album einen gleichnamigen Song platziert haben. Die Berliner Band Riff Raff stößt demnach exakt in diese Kerbe und gründete sich 1997 als AC/DC-Coverband. Mit „Eat the Beat“ (2004) und „Rock’n’Roll Mutation II” (2007) – Teil 1 erhielt aufgrund der verwendeten ABBA-Originale keine Freigabe der Urheber – wurden bis dato zwei Alben vorgelegt, denen jetzt im runderneuerten Line-up und frei von AC/DC-Coversongs der dritte Streich „Leaving D.C.“ folgt.

Auch wenn die Berliner von einem neuen Image und einem neuen Sound sprechen, so können sie im Grunde doch nicht aus ihrer Haut. Denn wer so singen kann wie Steve Betteridge, nämlich wie Brian Johnson, wenn er denn will und wer die Gitarrensaiten so anschlägt wie die Herren Ricky Grasser (Angus Young) und Zoltan Berta (Malcolm Young), wird einfach sofort mit AC/DC in Verbindung gebracht. Herausgekommen sind dabei Songs wie „Give’m rhythm“, „Rev‘ up – ride on“ oder auch „I’m not the one“, die den Berlinern als Kenner der AC/DC-Rifflandschaften alle Ehre machen.

Songs, die dem „neuen“ Riff-Raff-Stil entsprechen und dabei richtig gut knallen, sind das im Midtempo angesiedelte „Liar“ und „We’re only here for the beer“, während bieder klingender Cowboy-Rock á la „Set me off“, „One for the raod“ und „Good times – bad times“ nicht hätte sein müssen, da damit bereits viele andere Bands langweilen. So reduziert sich das Können von Riff Raff immer wieder darauf, so wie AC/DC zu klingen („Long live the night“, „Dance or die“), ohne dass der kompositorische Eigenanteil über die Marke des gehobenen Durchschnitts hinauskommt.

Anspieltipps:

  • Liar
  • Give’m rhythm
  • Rev‘ up – ride on
  • Long live the night
  • Hail the rockin‘ man

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