Yeasayer - Fragrant World - Cover
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Yeasayer Fragrant World


  • Label: Mute/GoodToGo
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Yeasayer bleiben stehen, sind jedoch anderen immer noch mehr als eine Fußlänge voraus.

Brooklyn´s Finest melden sich über zwei Jahre nach ihrem letzten Erfolgswerk „Odd Blood“ zurück und produzierten „Fragrant World“ erneut selbst. Chris Keating, Ira Wolf-Tuton und Anand Wilder aka Yeasayer feilen auf diesem dritten Album weiter an ihrem Sound aus geschichteter Electronica und R&B, so dass Fans des Vorgängers auch die Töne des Neulings aufsaugen werden. Denn das bereits seit Ende Mai als Vorbote präsentierte „Henrietta“ zeigt ebenso deutlich wie der Rest, dass intelligente, teils komplexe Klangskulpturen und lupenreiner (Electro-) Pop kein Grund für einen Widerspruch sind.

Ähnlich mit Detailreichtum gesegnet wie zuletzt, liefert die Platte auch wieder eine rundum schillernde Soundpalette aus bunten Farben, die scheinbar nach Belieben von den drei beteiligten Musikern neu kombiniert werden und dem für sich schon perlenden Groove von „Devil And The Dead“ ein synthetisch belebendes Glockenspiel anhaften. Einmal im tanzbaren Modus, nehmen Yeasayer in jeder Beat-Vorlage Fahrt auf und bleiben zum Beispiel in „Reagan´s Skeleton“ immer noch gemütlich genug, um auch auf dem heimischen Sofa die Vorzüge, vor allem der Ausfahrten in farbenfrohen Art-Pop, zu genießen. Von Electro-Pop und R&B über Samba-Rhythmen sowie Klängen aus der Frühzeit des Synthesizers und seiner Ankunft in den Computerspielen der Achtziger bleiben keine Wünsche offen, um den Amerikanern auch im Jahre 2012 eine prägende Reichweite zu attestieren.

Doch nach zwei durchaus ähnlich ausgestatteten Werken ist es demnächst Zeit für einen Ausbruch aus der Fahrbahn, denn Klangforscher wie das Trio können weitaus mehr als die Wiederholung auf hohem Niveau. Wie „Blue Paper“ mit seinen flächigen Gitarren und dem Breakbeat umgeht, gilt als Fingerzeig auf eine weiterhin spannungsvolle Zukunft der Band. In spielerische Leichtigkeit getaucht und doch zupackend ist „Fragrant World“ damit eine Platte, die gerade recht kommt zum wiedererstarkten Sommer.

Anspieltipps:

  • Blue Paper
  • Henrietta
  • Devil And The Dead
  • Glass Of The Microscope

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