Rob Zombie - Mondo Sex Head - Cover
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Rob Zombie Mondo Sex Head


  • Label: Geffen/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 57 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Drittes Remix-Album aus dem Hause Rob Zombie. Elektrogeballer trifft auf Hardrockriffs. Ein Schlachtfest für die Ohren!

Nein, auf „Mondo Sex Head” befindet sich nicht wirklich das erhoffte brandneue Material aus der kreativen Giftküche von Musiker, Comicfan und Regisseur Rob Zombie (47), sondern eine Sammlung von 13 neuen und alten Zombie-Stücken („Thunder kiss ‘65“ stammt zum Beispiel aus dem Jahr 1992!), die der Meister zum Remix freigegeben hat. Remix bedeutet in diesem Fall eine sehr deutliche Annäherung an tanzbare Klänge, mit denen der als künstlerischer Grenzgänger bekannte Rob Zombie von Haus aus nie Probleme hatte, nachdem er auf seinen Alben im Laufe der Jahre einen Brückenschlag vom Hard- und Electro-Rock in Richtung Industrial und Dance und wieder zurück vollzogen hat.

„Mondo Sex Head“ wurde von Jason Bentley, Musikchef des Radiosenders KCRW und Richard Bishop betreut, wobei Rob Zombie jeden Track für das Album persönlich absegnete. Als DJs und Remixer wurden u.a. Jonathan Davis (Korn), Chino Moreno (Deftones), Photek, Bloody Beetroots, Document One, Drumcorps und Ki:Theory ins Boot geholt, die nach „Supersexy Swining Sounds“ (1996) und „American Made Music To Strip By“ (1999) für das dritte Zombie-Remix-Album verantwortlich zeichnen.

Wie es sich für ein amtlich ballerndes Remix-Werk gehört, blubbert, zirpt und knistert es an allen Ecken und Enden um die Wette, wenn um die Originalsongs des knurrenden Meisters ein wenig flauschiger Mantel aus Elektronik und Dance-Rock gelegt wird. So bleibt zwar die ursprüngliche Aggressivität der Originale einigermaßen erhalten, doch mit den zahlreich eingearbeiteten Einflüssen aus der aktuellen Dubstep-Strömung ist es in jedem Song ein stetiger Kampf um die stilistische Chefkochmütze.

Dass das Ganze dennoch funktioniert, ist Rob Zombies Erfahrung mit Remix-Alben und Soundtracks zu verdanken. So bläst „Mondo Sex Head“ auch Rockfans einigermaßen problemlos den Kitt von der Brille, obwohl die stampfenden Dance-Rhythmen und das Elektro-Gezuppel das Hauptaugenmerk auf sich ziehen. Doch spätestens wenn Onkel Zombie zu seinem bitterbösen Gesang ansetzt und Gitarrist John 5 seine schneidenden Riffsalven zwischen die Grooves feuern darf, ist der Staat Dänemark gerettet und die Zombie-Fans fühlen sich wie zu Hause.

Anspieltipps:

  • Dragula
  • Foxy, Foxy
  • Lords of Salem
  • Never gonna stop
  • Mars needs Women

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