Jennifer Rostock - Live In Berlin - Cover
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Jennifer Rostock Live In Berlin


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 148 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Bitte nicht vom Beckenrand springen! Jennifer Rostock performen im Schwimmbad.

Momentan befinden sich Jennifer Rostock auf dem zweiten Abschnitt ihrer Tour zum „Mit Haut Und Haar“-Album (07/2011), die am 8. März 2012 in Zürich begann, im Sommer die großen Festivals als Ziel hatte und im Laufe des Restjahres sicher noch die eine oder andere Clubshow folgen lässt. Keine Frage, Jennifer Rostock sind als hart arbeitende Band bekannt. Das zeigt sich insbesondere auf ihren Konzerten, die mit schweißtreibenden Moshpits jedem Heavy-Metal-Konzert Konkurrenz machen können und an der Geschwindigkeit, in der die fünf Berliner ihre Karriere gestalten.

Mit Songmaterial aus nunmehr drei Studioalben in fünf Jahren wurde es für Jennifer Rostock langsam Zeit, ihre Live-Power für die Nachwelt festzuhalten. Mit dem jetzt vorgelegten Live-DVD/CD-Set „Live In Berlin“ wird dem nun Rechnung getragen. Dazu wurde nicht wahllos irgendein Konzert aufgezeichnet, sondern generalsstabmäßig ein Doppelevent am 3. und 4. Mai 2012 vor ausgewähltem Publikum und mit Stargästen wie (u.a.) Sido, Torsun und Kilian von Egotronic sowie Sascha und Nicholas von Jupiter Jones geplant. Als Location wurde ein ehemaliges Schwimmbad in Berlin-Wedding in Beschlag genommen, das von Echo-Gewinner Peter „Jem“ Seifert (u.a. Udo Lindenberg, Ich+Ich, Muff Potter, Madsen) in Szene gesetzt wurde.

„Live In Berlin“ darf durchaus als große Produktion bezeichnet werden, für die nicht nur einzelne Songs neu arrangiert – „Wo willst du hin“ oder auch „Irgendwo anders“ werden z.B. als Unplugged-Version dargeboten –, sondern auch perfekte musikalische Unterstützer ausgesucht wurden, die sich den Stimmungen der Stücke nicht einfach nur anpassen. So prägt Sido „Du willst mir an die Wäsche“ mit lässigen Raps, während Jupiter Jones in „Insekten im Eis“ auf der Emo-Schiene fahren und Sänger Nico von der Metalcore-Band War From A Harlots Mouth sich in „Es war nicht alles schlecht“ die Seele aus dem Leib brüllt.

Mit „Live In Berlin“ unterstreichen Jennifer Rostock ihre Ambitionen, im jungen Rock-Deutschland ganz vorne mit dabei zu sein. Sie lassen sich stilistisch nicht limitieren, wirken jederzeit authentisch und können ein Publikum mitreißen. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, greift einfach zu „Live In Berlin“.

Anspieltipps:

  • Feuer
  • Himalaya
  • Irgendwo anders
  • Hier werd ich nicht alt
  • Du willst mir an die Wäsche

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