Unbuttoned Heart - Stories - Cover
Große Ansicht

Unbuttoned Heart Stories


  • Label: Brainstorm/Rough Trade
  • Laufzeit: 41 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das über www.sellaband.de finanzierte Debütalbum der Ulmer Band Unbuttoned Heart.

Die Band Unbuttoned Heart aus Ulm ging ungewöhnliche Wege, um ihren Traum vom eigenen Album zu verwirklichen. Sie finanzierte ihr Debütalbum „Stories“ im Internet über die größte europäische Crowdsourcing-Plattform „Sellaband“ mit Sitz in München, die seit nunmehr sechs Jahren am Start ist. Das bedeutet, dass potenzielle Fans („Believers“) quasi in Vorleistung gehen und der Band so viel Geld zur Verfügung stellen („Funding / Ziel“), bis eine „vernünftige“ Album-Produktion nach den Vorstellungen des Künstlers möglich ist. Zwischen angepeilten Beträgen von 3.000 Euro bis 250.000 Euro ist dabei alles möglich – nur sollten die Teilnehmer mit ihren Wunschbeträgen auch realistisch bleiben.

Unbuttoned Heart behielten ein Auge für die Realität und peilten 16.000 Euro für die Produktion und die Promotion ihres Debütalbums an. Am 31. August 2011 konnte das Zeil als erreicht vermeldet werden und David Spiegler (Gesang), Sebastian Häusler (Gitarre), Raphael Walz (Gitarre), Jeffry Spiegler (Bass) und Michael Reith (Drums) konnten das Aufnahmestudio stürmen. Herausgekommen ist ein elf Tracks umfassendes Werk, das stilistisch zwischen Rock- und Popmusik pendelt und aus Indie-Fußstapfen entwachsen zu sein scheint. Zumindest nennen die Ulmer durchaus große Vorbilder wie Snow Patrol, denen nachzueifern nichts mit Indie-Attitüde zu tun hat.

Über den Härtegrad ihrer Songs scheinen sich Unbuttoned Heart zwar noch nicht ganz einig zu sein, denn in Stücken wie „Torn apart“ oder auch „Without a sound“ geben die E-Gitarren ganz schön Gas, während in „Long walk“ und „Make me feel“ eine poppige bzw. sanfte Seite aufgefahren wird. Doch egal wie die Ulmer an das Songwriting herangehen, ihr Sinn für Hooks und Melodien ist bereits unverkennbar. Wunderdinge sollte der Hörer zwar nicht erwarten – wir sprechen hier immerhin „nur“ vom Indie-Debüt einer Nachwuchsband! –, doch dieses ist fraglos gut gelungen.

Weiterhin sympathisch: Der Promo-Waschzettel haut nicht wie üblich sinnlos auf die Kacke und wirft mit komplett abgehobenen Künstlervergleichen um sich, sondern bleibt sachlich und schafft es dennoch, das Interesse an einer Band zu wecken, die einen Weg eingeschlagen hat, der sich bis jetzt wunderbar ausgezahlt hat.

Anspieltipps:

  • Break me
  • Let you go
  • Make me feel
  • Close my eyes

Neue Kritiken im Genre „Rock/Pop“
6.5/10

Black Gold
  • 2019    
5.5/10

The Versace Experience (Prelude 2 Gold)
  • 2019    
Diskutiere über „Unbuttoned Heart“
comments powered by Disqus