Letzte Instanz - Ewig - Cover
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Letzte Instanz Ewig


  • Label: Drakkar/Sony Music
  • Laufzeit: 61 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Das selbst gewählte Attribut „Brachialromantik“ trifft den Punkt.

Das Ende einer Trilogie steht an: Nach Schuldig, kam Heilig und nun folgt „Ewig“. Die Letzte Instanz legt neue fünfzehn Songs vor, die vom eigenen Gitarrist Oli Schmidt und Simon Michael (Subway To Sally) produziert wurden, die das Vergnügen hatten, die Musik zusammen zu basteln, die die Kollegen eingespielt hatten: Den Bass und die Gitarren in Bayern, den Gesang in Duisburg, das Schlagzeug in Berlin und das Cello plus Violine in Dresden lauten die Zutaten des Gothic-Rock der Letzten Instanz.

Das selbst gewählte Attribut „Brachialromantik“ trifft es: Starker Gitarrenrock kombiniert mit bildgewaltigen Texten, viel Emotion und auch klassische Klänge von der Violine des Herrn Stolz und dem Cello von Benni Cellini machen den Sound der Band perfekt. Existentielle Themen wie Liebe, Tod, Unendlichkeit und Sehnsucht nach Glück werden vom Sänger und Texter Holly Loose gern aufgegriffen, damit der Begriff „Ewig“ mit Worten ausgefüllt wird.

Nach dem düsteren wortgewaltigen Intro geht der Titelsong nach sanften Beginn richtig ab: Bedrohlich und beschwörend zieht die Letzte Instanz das Tempo an und schwelgt in der dramatischen Atmosphäre ihrer „ewigen“ Thematik. Abwechslungsreich bleibt wie immer bei der Instanz: Das zunächst sanfte „Wieder einmal Rot“ zeigt den Sänger Holly, der dann richtig böse und energisch klingt, etwas anders als gewohnt und auch die anderen Musiker schaffen einen zum Mitsingen geschaffenen Rockmusik-Track.

Die erste Single „Von Anfang an“ punktet mit sehr viel Gefühl und fast schon radiotauglicher Eingängigkeit, die diesen gefühlvollen Song etwas herausstechen lassen. Im starken Gegensatz dazu regiert das Böse: „Et in Arcadia Ego“ ist ein Schlagzeug getriebenes Riffmonster, welches diesmal instrumental bleibt und das rockt! Das Duett „Blind“ mit Eisblume gehört auch zu den etwas zugänglicheren Songs, da lauscht man gern der Violine und dem Cello mitsamt der Gitarren- und Schlagzeugfraktion ohne dass die gute Melodie vergessen wird. „Wo das Meer“ gehört dagegen in die Kategorie Gänsehautballade, die durch sich steigernde Instrumente zu einem ergreifenden Track wird.

Die wie für Live-Auftritte geschaffene Hymne „Sing!“ zieht alle Register der Eingängigkeit: Mit viel Power geben die Instanzler nochein mal Gas und man freut sich wieder auf das empfehlenswerte Live-Erlebnis der neuen Songs. Der Letzten Instanz ist mit diesem dritten Streich gelungen, ihre Art der Rockmusik, die sicher auch zurecht dem Gothic-Rock zugeschrieben wird, wieder neue Facetten abzugewinnen, die es immer wieder spannend machen, ihren musikalischen Werdegang weiter zu verfolgen.

Anspieltipps:

  • Wo das Meer
  • Blind
  • Von Anfang an
  • Et in Arcadia Ego

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