Animal Collective - Centipede Hz - Cover
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Animal Collective Centipede Hz


  • Label: Domino Records
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Jetzt sind sie wieder zu viert. Ansonsten nichts Neues im Hause Animal Collective.

All der Krach, die freakigen Sounds, die oft nur scheinbar wirren Arrangements, man kennt es mittlerweile. „Centipede Hz“ klingt, wie ein Animal Collective-Album nun mal klingt: Ein paar gelungene und weniger gelungne Experimente, standesgemäße Hits (Diesmal und vor allem: „Today`s Supernatural“!) und dazwischen immer wieder und gerne Tracks, die ähnliche Effekte erzielen wie die meisten Captain-Beefheart-Live-Bootlegs oder ausgesuchte Teile der „Peel Slowly And See“ -Box.

Das Problem ist noch nicht einmal, dass natürlich wieder ein Was-soll-das-darstellen-Artwork hermusste - ein besonders hässliches noch dazu - oder die Tatsache, dass Panda Bears Soloalbum einfach besser war, sondern dass Animal Collective schlicht in einer kreativen Falle stecken. Aus "Alles geht, nichts muss" ist im Laufe der letzten zwölf Jahre scheinbar unbemerkt "Alles muss immer" geworden. Auch total mutig, weder „Honeycomb“ noch „Gotham“ mit auf das neue Album zu nehmen. Und so erwartbar.

Im Endeffekt ist „Centipede Hz“ natürlich eine gute Platte geworden. Mit jedem Durchlauf schälen sich neue Schichten an die Oberfläche und vorher unbemerkte Details sind plötzlich gar dominant. Jazz, Noise, Pop, Elektro; alles oft genug meisterhaft verbunden. Und doch ist dieses neunte Album zuweilen eine Idee zu anstrengend, um wirklich zu packen. Nun wirkt die letzte Wendung manchmal etwas selbstzweckhaft, der neueste Schlenker zu gewollt, was bei einem Animal-Collective-Track sonst nie der Fall war, und das ist schade.

Anspieltipps:

  • Today`s Supernatural
  • Wide Eyed

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