The Fresh & Onlys - Long Slow Dance - Cover
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The Fresh & Onlys Long Slow Dance


  • Label: Souterrain Transmissions
  • Laufzeit: 33 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

The Fresh & Onlys arbeiten sich durch viele Pop-/Rock-Zutaten und überlassen der Hörerschaft eine wahrhaft zeitlose Freude.

The Fresh & Onlys begannen 2008 als home-recording Projekt des Bassisten Shayde Sartin und singenden Gitarristen Tim Cohen, die beide stilecht im selben Plattenladen arbeiten und durch Kyle Gibson sowie Wymond Miles komplettiert wurden. „Long Slow Dance“ ist bereits das vierte Album eines Quartetts, das mit scheinbarer Leichtigkeit und beeindruckender Effizienz eindringliche Ohrwürmer samt kerniger Erdung fabriziert. Obwohl The Fresh & Onlys San Francisco entstammen, ist ihnen britische Popmusik ein gehöriges Vorbild gewesen. Dennoch gönnen sie sich auch Country, Mexikanisches a la Calexico und vor allem jede Menge Eingängigkeit.

Wie auch immer die Genre-Überschrift ausfällt, der sonnig lockere Groove des Openers „20 Days & 20 Nights“ erhellt so manch dunkles Gemüt und wirft sich getränkt von Akustikgitarren und lieblichem Gesang in sorgenlose Regionen. So auch „Yes Or No“, welches in den Sechzigern badet und dabei sogar den Beatles auf die Pelle rückt. Harmonischer lässt es sich kaum in ein Album starten, ohne auf den Charme von LoFi-Recordings verzichten zu müssen. Immer noch mit schlichten, doch gleichermaßen wirkungsvollen Akustikgitarren ausgeschmückt, den Bass als gemächliche Bodenhaftung etabliert und flauschigem Chor-Gesang für die bereit gesäten Euphorie-Momente drehen die Amerikaner ihre Runden. Dabei vermischen sich Melancholie und Gelassenheit zu gleichen Anteilen, was nicht nur „Dream Girls“ mit spielerischen Glockenspiel-Breaks zu selten zeitlosen Geschöpfen im weiten Pop-Kosmos macht.

Für alles ist gesorgt, denn „Fire Alarm“ denkt nicht nur an flirrende Synthesizer, sondern auch an den Gitarren-Twang feinster Wüstenweite. Gitarren schrauben sich in die Lüfte, die wirkungsvolle Rhythmus-Sektion schiebt die Songs antreibend vor sich her bis schließlich die Vocals von Tim Cohen süßlich und doch herzhaft die Ernte nach Hause holen, von den genial tragischen Bläser in „Executioner´s Song“ einmal ganz abgesehen. Bewährte Trademarks werden hier geschmackvoll kombiniert und so beglücken uns The Fresh & Onlys mit melodiereichen Glücksmomenten.

Anspieltipps:

  • 20 Days & 20 Nights
  • Fire Alarm
  • Executioner´s Song
  • No Regard

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