P!nk - The Truth About Love - Cover
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P!nk The Truth About Love


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 67 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Vier Jahre nach dem letzten Studioalbum gibt es einen grundsoliden Nachfolger.

Die Babypause ist beendet! Vier Jahre nach „Funhouse“ (10/2008) meldet sich P!nk mit neuen Songs und dem Studioalbum „The Truth About Love“ zurück und beschert ihrer Plattenfirma damit garantiert eines der kommerziellen Highlight-Themen des Jahres 2012. Denn mit mehr als 115 Millionen verkaufte Alben, Singles, DVDs und Downloads stehen die 33-Jährige in der Gunst des Publikums ganz oben. Deshalb wurde für „The Truth About Love“ auch nicht groß herumexperimentiert, sondern im Wesentlichen auf die bewährten Ideen von Greg Kurstin (Kelly Clarkson, Red Hot Chili Peppers, Beck, The Flaming Lips), Max Martin (Britney Spears, Bon Jovi, Celine Dion), Shellback (Maroon 5, Sean Paul, Avril Lavigne) sowie Billy Mann und Butch Walker gesetzt.

Hätte P!nk nicht ihre wiedererkennbare Charakterstimme und würde sie nicht ihren Anteil zum Songwriting beisteuern, wäre dieses Arsenal an Hit-Songwritern durchaus kritisch zu sehen, denn die Songs der internationalen Spitzensongwriter sind so häufig von den unterschiedlichsten Künstlern in Gebrauch, dass Unterscheidungen immer schwieriger werden. Bei P!nk klappt diese Abgrenzung in den meisten Fällen sehr gut, sodass auch die ambitionierte Menge von 17 Songs auf „The Truth About Love“ voll in Ordnung geht.

Schon der Beginn des Albums mit dem gnadenlos eingängigen „Are we all we are“ und der ersten Singleauskopplung „Blow me (one last kiss)“ macht deutlich, dass P!nk nichts von ihrer Energie und Power verloren hat. Es wäre auch schlimm gewesen, wenn auch sie ein nachträgliches Hochzeits- und/oder Schwangerschaftsblues-Album aufgenommen hätte, wie so viele Kolleginnen vor ihr – auch wenn der Titel „The Truth About Love“ freilich etwas ganz anderes andeutet und die Texte in diese Richtung gehen. Doch der Ton macht die Musik. Und so einfach macht es die 33-Jährige ihren Hörern nicht, wie schon festgestellt.

P!nk zeigt sich verspielt im Duett mit Fun.-Sänger Nate Ruess („Just give me a reason“) und zartbesaitet im Duett mit Lily Rose Cooper, frühere Allen („True love“), aber auch rockig-aggressiv in „Home come you’re not here“ und angriffslustig in „Slut like you“. Mit Rapstar Eminem gibt es sogar einen weiteren Gaststar, der in „Here comes the weekend“ einen kurzen Aufritt hat. Und auch auf ihre geliebten Schimpfwörter verzichtet P!nk als junge Mutter genauso wenig, wie auf ihre Akustikballaden („Beam me up“, „The great escape“), womit „The Truth About Love“ mindestens die gleichen Qualitäten mitbringt, wie die bisherigen P!nk-Alben.

Anspieltipps:

  • Run
  • Beam me up
  • Slut like you
  • Good old days
  • Blow me (one last kiss)
  • Here comes the weekend

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