Sandi Thom - Flesh And Blood - Cover
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Sandi Thom Flesh And Blood


  • Label: Fontana/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Schottin schwelgt im amerikanischen Blues und Folk und präsentiert ihre starke Stimme, die man nicht so leicht vergessen kann.

Es hat so gut angefangen bei der Sängerin und Songwriterin Sandi Thom: Ihre Single „I wish I was a punkrocker“ schlug 2006 ein wie eine Bombe. Das dazugehörige Album „Smile... It Confuses People“ hatte auch großen Erfolg, doch dann kam es zum Karriereknick. Das vierte Studioalbum erschient wie schon Nummer drei nach dem Rauswurf bei RCA Records auf Thoms eigenem Label Guardian Records. So schnell kann es gehen.

Musikalisch nähert sich Sandi Thom diesmal dem Bluesrock, was sicherlich auch an ihrer Beziehung zu Joe Bonamassa liegen dürfte, der nicht nur mit seiner Supergruppe „Black Country Communion“ recht erfolgreich ist. Der Folkmusik bleibt Sandi Thom natürlich auch treu, dennoch haben sicher Produzent Rich Robinson „Black Crowes“ und der Rest der Studioband, Steve Gorman und Audley Freed, ebenfalls Black Crowes, ihre Rockmusikeinflüsse eingebracht.

Das Album umfasst zwölf Songs, wobei das Duett mit der legendären kanadischen Komponistin Buffy Sainte-Marie namens „Big ones get away“ das einzige mit Gastsängerin darstellt. Der Longplayer beginnt mit zünftigem Gitarrenspiel und energischer Stimme von Sandi Thom und man fühlt sich in vergangene Zeiten versetzt, die Black Crowes lassen schön grüßen. Das Titelstück gibt sich dagegen mit Piano sehr folkig und die starke Stimme von Sandi gibt den Ton an. Das erwähnte Duett mit der über 70jährigen Kanadierin klingt sehr melancholisch und die erfahrene Stimme passt hervorragend zu Thoms frischem Timbre. Eine wunderbare Folk-Pop-Ballade wurde dabei geschaffen.

Die Schottin Sandi Thom schwelgt im amerikanischen Blues und Folk und präsentiert ihre starke Stimme, die man nicht so leicht vergessen kann. Befremdlich, dass ihr Erfolg so versiegte, wo ihr musikalisches Talent doch vorhanden scheint. Manchmal ist das Musikerleben ungerecht. Es bleibt ein zeitloses Bluesrockalbum voller guter musikalischer Ideen zurück, welches man gehört haben sollte.

Anspieltipps:

  • Flesh and blood
  • Big one get away
  • In the pines
  • I see the devil in you

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