Mike Oldfield - Two Sides: The Very Best Of Mike Oldfield - Cover
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Mike Oldfield Two Sides: The Very Best Of Mike Oldfield


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 160 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mal wieder ein Sampler von Mike Oldfield. Mal wieder steht und fällt alles mit „Tubular Bells“. Wie lange soll das noch so weitergehen?

Wer bereits mit seinem Debütalbum sein Karrieremeisterwerk abliefert, danach im Prinzip nichts mehr produziert, was diesem Meilenstein gleichkommt, geschweige denn, ihn zu übertreffen vermag, hat zumindest aus künstlerischer Sicht ein Problem. Mike Oldfield (59), der seit fast 40 Jahren im Musikgeschäft ist, hat mit „Tubular Bells“ (05/1973) sein persönliches Meisterstück vollbracht. Es handelt sich mit mehr als 17 Millionen verkauften Einheiten um das bis dato erfolgreichste Instrumentalalbum eines Solokünstlers aller Zeiten und ist trotz diverser Hitsingles wie z.B. „Moonlight shadow“ oder auch „To France“ immer das künstlerische Aushängeschild von Mike Oldfield geblieben.

Obwohl Mike Oldfield als vielseitiger Komponist gilt, der stilistisch mühelos zwischen den Bereichen Pop, Jazz, Folk, Ambient, Prog-Rock und Electro schaltet und waltet, zieht sich der frühe Erfolg von „Tubular Bells“ wie eine Art Running Gag durch die Karriere des Briten, der seit 20 Jahren versucht die „Tubular Bells“-Geschichte sinnvoll weiterzuschreiben. Dies liest sich dann so: „The Orchestral Tubular Bells“ (01/1975), „Tubular Bells II” (08/1992), „Tubular Bells III” (08/1998), „Tubular Bells: 25th Anniversary Edition” (05/1998), „The Millennium Bell” (11/1999), „The Best Of Tubular Bells” (06/2001), „Tubular Bells 2003” (05/2003), „The Complete Tubular Bells” (05/2003), „Tubular Bells: The Ultimate Edition” (06/2009).

Zuletzt untermalte Oldfield die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London mit den Klängen von „Tubular Bells“. Parallel dazu erscheint mit „Two Sides: The Very Best Of Mike Oldfield“ eine vom Meister selbst zusammengestellte Retrospektive auf zwei CDs, die natürlich das „Tubular Bells“-Logo ziert und thematisch in zwei Bereiche aufgeteilt ist: Auf dem ersten Silberling befinden sich zehn Tracks aus dem Ambient- und New-Age-Bereich mit Songs von den Alben „Tubular Bells 1 + 2“, „Amarok“, „Songs Of Distant Earth“, „Crisis“, „Discovery“, „Ommadawn“ und „Music Of The Spheres“.

Der zweite Rundling beinhaltet ein Dutzend Singleauskopplungen und Albumfavoriten aus den Werken „Five Miles Out“, „Crises“, „Discovery“, „Islands“, „Heaven’s Open“, „Voyager“, „The Killing Fields“ und „Tubular Bells II“, womit sich der Kreis wieder schließt. Alles begann mit „Tubular Bells“, so wie auch dieses Doppelalbum mit „Tubular Bells“ eingeleitet wird. Und am Ende diese Compilation steht ebenfalls ein Track von „Tubular Bells“. In diesem Fall von „Part II“ aus dem Jahr 1992. So dreht sich seit fast 40 Jahren alles um dieses eine Werk aus der Schöpfung von Mike Oldfield, gegen das sich alles andere aus seiner Feder unglaublich schwer tut. Gegen diese Erkenntnis hilft auch ein sicherlich gutgemeinter Sampler wie dieser nicht viel.

Anspieltipps:

  • Tubular bells
  • Family man
  • On my heart
  • Shadow on the wall
  • Moonlight shadow

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