The Robert Cray Band - Nothin But Love - Cover
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The Robert Cray Band Nothin But Love


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Respekt, Herr Cray. Sie werden ihrer Ausnahmestellung im Blues nicht müde.

Der ungedopte Lance Armstrong des Blues ist wieder da. Der fünffache Grammy-Gewinner Robert Cray macht auf „Nothin But Love“ wieder das, was er am besten kann. Und genau das macht er wieder so gut, wie nur wenig andere. Abgezockt und deswegen auch ohne große Überraschungen spult Cray sein Programm herunter. Natürlich wittern Kritiker und Fans gleichermaßen die Gefahr, dass der Blues-Experte sich auf seinen Lorbeeren ausruht und nur noch den lockeren Dollar verdienen möchte.

Lügen straft Cray allein die Bedenken mit seinem groovigen Opener „(Won't Be) Coming Home)“. Eine Hymne vor dem Herren mit knackiger Gitarre, tollen Refrain und guter Unterstützung durch den Flügel hervorragend unterstützt. So bastelt man einen guten Track. Das Gefühl, das der Musiker sein Können einfach lieblos herunterspielt, gibt es zu keinem einzigen Moment. Der Zwillingsbruder „Worry“ beweist mit welcher Leichtigkeit Cray solche Melodien aus dem Ärmel schüttelt. Mehr pompöse Extravaganz samt Soli und Brass („I'll Always Remember You“) und auch Emotionen („Great Big Old House“) weiß das Album „Nothin But Love“ in einer Klasse vorzuweisen, die schon nicht mehr normal anmutet.

Allein das knapp neunminütige „I'm Done Crying“ lässt sich etwas zu lange bitten und bekommt dafür Abzüge in der B-Note. Auch wenn Cray die Botschaft des Liedes so viel Zeit wert ist, will die musikalische Seite nicht ganz mitziehen und verfließt mit ansteigender Dauer. Das ist allerdings kleinkariertes Rumgemecker auf engstem Raum. Hier und da ist ein Nicht-Meisterwerk dabei („A Memo“), aber die schiere Übermacht an Top-Titeln wie dem fetzigen „Side Dish“ und besagtem Opener „(Won't Be) Coming Home“ muss man einfach abermals den Hut ziehen, staunen und genießen.

Anspieltipps:

  • Worry
  • Great Big Old House
  • I'll Always Remember You

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