The Wallflowers - Glad All Over - Cover
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The Wallflowers Glad All Over


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Comeback-Album der Band um Jakob Dylan.

Nach zwei Soloalben („Seeing Things“, 2008 und „Women + Country“, 2011) hat Jakob Dylan (42) seine Band The Wallflowers nach dem Auslaufen des Plattenvertrags bei Interscope Records reaktiviert und bei Columbia Records untergebracht, wo er – genau wie sein Vater Bob Dylan (71) - auch als Solokünstler unter Vertrag steht. Damit endet eine siebenjährige Durststrecke (wenn man das 2009er „Best Of“-Album „Collected 1996-2005“ außen vor lässt), die ausdrücklich als Kreativpause und nicht als das Ende der Wallflowers bezeichnet wurde.

In der Besetzung Rami Jaffee (Keyboards), Greg Richling (Bass), Stuart Mathis (Gitarre), Jack Irons (Drums), Jay Joyce (Gitarre) und Jakob Dylan (Gesang, Gitarre) wurden zwischen Januar und Februar 2012 elf Songs live in den Easy Eye Sound Studios in Nashville eingespielt, die unter dem Titel „Glad All Over“ als offizieller Nachfolger des „ Sweetheart“-Albums (06/2005) ins Rennen geschickt werden.

Den rauen Live-Sound von „Glad All Over“ kennt der Hörer schon von den Soloalben Dylans, der mit seiner warmen Stimme nach wie vor im Zentrum der zwischen Rock und Pop changierenden Songs steht. Diese fallen allerdings über weite Strecken unauffällig aus, obwohl in zwei Stücken („Misfits and lovers“, „Reboot the mission“) Mick Jones von der Punkband The Clash mitwirkt und die typische Clash-Klangnote aus Dub und Reggae mit einbringt.

Doch Punkrock und wirklich laute Töne sucht der Hörer auf diesem Album vergebens. Dabei versuchen die Mannen um Jakob Dylan durchaus, ein paar Haken und Ösen in ihre Songs zu integrieren. So bringt der Album-Opener „Hospital and sinners“ einen kernigen Unterbau aus E-Gitarren- und Orgelriffs mit, während in „It’s a dream“ ein paar verzerrte Surfergitarren um die Wette dengeln. Das sind aber Ausnahmen.

In der Regel bleiben The Wallflowers relativ brav und zahm („First one in the car“), auch wenn auf die Länge des gesamten Albums bezogen ein paar potenzielle Radiohits herausspringen („It won’t be long till we’re not wrong anymore“, „Love is a country“) und die Band stilistisch im Prinzip an ihre früheren Werke anknüpft.

Anspieltipps:

  • Love is a counrty
  • Reboot the mission
  • Hospital for sinners
  • Have mercy on him now
  • It won’t be long (till we’re not wrong anymore)

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