Blood God - No Brain. But Balls! - Cover
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Blood God No Brain. But Balls!


  • Label: Blood God Records
  • Laufzeit: 94 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Neues Sideproject von Debauchery-Mastermind Thomas Gurrath im AC/DC-Style.

Der schwäbische Extrem-Metaller und ausgebildete Lehrer Thomas Gurrath (wegen seiner Leidenschaft für explizite Darstellungsformen von Gewalt und Erotik mit einem Berufsverbot belegt!) nimmt sich mal wieder eine Auszeit von seinem vor zehn Jahren gegründeten Death-Metal-Projekt Debauchery und stanzt unter dem Namen Blood God den Nachfolger seiner unter dem Banner Big Ball begonnenen Hardrock-Leidenschaft in die Landschaft.

Mit kreischender „Brian Johnson meets Udo Dirkschneider“-Stimme und einem Groove-Unterbau aus der alten AC/DC-Schule machen Blood God (neben Thomas Gurrath sind dies Gitarrist Tom Naumann, Bassist Dennis Ward und Drummer Andras Denadel) von Anfang an keinen Hehl daraus, wer oder was als Inspirationsquelle für das „No Brain. But Balls!“-Album Pate gestanden hat. Demnach scheint auch die Zielgruppe klar umrissen zu sein, auch wenn dieses Phänomen, den prägnanten Sound von AC/DC originalgetreu nachzuspielen, längst keine Besonderheit mehr darstellt und man damit auch böse aufs Maul fallen kann.

Rein aus handwerklicher Sicht muss sich der geneigte Hörer darum bei dem Blood-God-Team keine Sorgen machen. Die Jungs zocken die 13 Tracks von „No Brain. But Balls“ mit traumwandlerischer Sicherheit und viel Liebe zum Detail und nähern sich dabei regelmäßig Versatzstücken aus Original-AC/DC-Stücken an. Das ist natürlich so gewollt und macht auch bis zu einem gewissen Punkt amtlich Spaß, denn ein neues „Hells bells“, „T.N.T.“, „Highway to hell“ oder auch „Hell ain’t a bad place to be“ findet sich auf „No Brain. But Balls!“ nicht. Dazu ist der an AC/DC angelehnte Hardrock des Quartetts dann doch etwas zu bieder.

Dafür haben sich die Jungs von Blood God den Spaß erlaubt, sämtliche Songs auf einer zweiten CD im „Death Metal Debauchery“-Grunzstil noch einmal zu verewigen. So wird aus dem Gesang im Stil einer Kreissäge á la Udo Dirkschneider fix ein böses Gurgeln á la Chris Barnes (Six Feet Under) und der Spaß kehrt zurück!

Anspieltipps:

  • Nasty lover
  • Psycho pussy
  • Blow job Barbie
  • This woman makes me crawl

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