KISS - Destroyer: Resurrected - Cover
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KISS Destroyer: Resurrected


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Warmlaufen für das Monster: Das Durchbruchs(studio)album von Kiss im aktuellen Soundgewand mit wiederentdeckten Tonspuren und viel Studiobombast.

Zwischen Februar 1974 und März 1975 hatte die amerikanische Newcomerband Kiss (Ace Frehley, Paul Stanley, Gene Simmons, Peter Criss) insgesamt drei Studioalben abgeliefert und regelmäßig getourt. Die Verkäufe der Alben lagen jeweils im sechsstelligen Bereich und waren für eine junge Band anständig, aber sicher nicht sensationell. Erst als Kiss im September 1975 mit „Alive!“ ein Live-Destillat ihrer ständigen Tourneen auf den Markt brachten, ging die Band kommerziell durch die Decke. Das Doppelalbum erzielte überall auf der Welt hohe Verkaufszahlen und brachte erstmalig die immer sehr gut besuchten Konzerte und die Absatzzahlen von Kiss-Alben in Einklang.

Mit dem nächsten Werk galt es nun, den Erfolg von „Alive!“ zu wiederholen und auf die Studioalben der Band zu übertragen. Dazu holte man sich den Produzenten Bob Ezrin ins Haus, der Kiss strukturiertes Arbeiten beibrachte und ein halbes Jahr im Studio einsperrte. Es wurden externe Songwriter ins Boot geholt, die dem Kreativduo Paul Stanley und Gene Simmons gehörig auf die Sprünge halfen und der Band ihr vermutlich bestes Album entlockten. Unverzichtbare Klassiker hatten Kiss zwar bis dahin auch schon zur Genüge abgeliefert, doch erstmals schien alles aus einem Guss zu sein, ohne dass die Niveaukurve bemerkenswerte Abweichungen zeigte.

Am 15. März 1976 erschien „Destroyer“ in den USA mit neun Songs und 34 Minuten Spielzeit. Dieses verglichen mit heute „kleine Paket“ reichte aus, um Kiss endgültig in den Rock-Himmel zu schießen. Von Anfang an zeigten Kiss unter der Federführung von Bob Ezrin, der bei sieben von neun Songs Credits erhielt und allerhand Studiotricks in die Produktion einfließen ließ, dass sie mit diesem Album den nächsten Schritt machen wollten.

Mehr als ein Vierteljahrhundert danach hat sich Bob Ezrin das Album noch einmal vorgenommen und klangtechnisch dem aktuellen Stand nähergebracht. Alle Tracks erhielten einen Remix, wozu die ursprünglichen Tonbänder herangezogen wurden, auf denen plötzlich vergessene Tonspuren entdeckt wurden, die nun Verwendung fanden, ohne das Flair des Originals aus den Angeln zu heben. So erklingt „Drestroyer“ frischer denn je mit seinem unverwüstlichen Klassikerbündel, bestehend aus „Shout it out loud“, „Detroit rock city“, „God of thunder“, „Flaming youth“, „Do you love me?“ und Peter Criss‘ Tränenballade „Beth“. Jetzt dürfen wir gespannt sein, was Kiss im Oktober 2012 mit ihrem neuen Studioalbum „Monster“ diesem Hitmonster aus den Siebzigern entgegenzusetzen haben werden.

Anspieltipps:

  • Beth
  • God of thunder
  • Detroit rock city
  • Shout it out loud

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