Judas Priest - Screaming For Vengeance (30th Anniversary Edition) - Cover
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Judas Priest Screaming For Vengeance (30th Anniversary Edition)


  • Label: Columbia/Sony Music
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8/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

30 Jahre auf dem Buckel und noch immer frisch wie am ersten Tag.

Schon seit längerer Zeit ist es gute Sitte, dass Plattenfirmen zu sogenannten wichtigen Alben mehr oder weniger liebevoll aufgehübschte Jubiläumseditionen auf den Markt bringen. Damit werden die alten Fans der Urversion ein weiteres Mal zum Kauf animiert und jüngere Neueinsteiger adäquat in ein musikalisches Thema eingeführt. Besonders wichtige Werke erhalten diesen Ritterschlag in regelmäßigen Abständen (10., 20., 25., 30., Jubiläum usw.), wie zum Beispiel „Machine Head“ (03/1972) von Deep Purple, das bereits mehrere Jubiläumseditionen auf dem Buckel hat und im Oktober 2012 zum 40. Geburtstag ein großes Box-Set spendiert bekommt.

Auch der britischen Heavy-Metal-Band Judas Priest wurde schon die Ehre eines Jubiläumsalbums zuteil. Im Mai 2010 erschien zum 30. Geburtstag von „British Steel“ ein Box-Set mit zwei CDs und einer Bonus-DVD. Nun, zwei Jahre später, ist das achte Studioalbum von Judas Priest an der Reihe. „Screaming For Vengeance“ erschien am im Juli des Jahres 1982 und avancierte in ungewöhnlich schneller Geschwindigkeit auf allen wichtigen Märkten zu einem kommerziellen Volltreffer. Die Band vertraute für „Screaming For Vengeance“ zum vierten Mal Tom Allom (Def Leppard, Krokus, The Tourists) als Produzenten, der den Songs aus der Feder von Glenn Tipton, Rob Halford und K.K. Downing einen amtlichen Sound verpasst hat.

„Screaming For Vengeance“ kommt in der Jubiläumsausgabe mit sechs Bonus Tracks sowie mit einer zusätzlichen DVD daher, auf der ein Live-Auftritt von Judas Priest auf dem San Bernadino Festival, am 29. Mai 1983 verewigt wurde. Solche Zugaben sind für Fans natürlich immer ein Schmankerl. Doch auch ohne zusätzliche Beigaben ist und bleibt das achte Studioalbum der Birminghamer Schwermetaller ein echtes Juwel der New Wave Of British Heavy Metal.

Die Urversion kam auf zehn Songs, die in knackigen 39 Minuten durch die Boxen rauschten und sich nicht mit Storytelling-Schnickschnack aufhielten. Mit mächtigen Melodien, schneidenden Gitarrensoli und einem bei Bedarf wie eine Kreissäge singenden Ron Halford schnitten Judas Priest wie ein heißes Messer durch ein Stück Butter und legten damit die Grundlage für zukünftige Bühnenklassiker wie „The hellion“, „Electric eye“, „You’ve got another thing coming“ und „Screaming for vengeance“. Eine rundum feine Sache also, bei der sich am Schluss nur eine Frage stellt: Warum kommt die Anniversary Edition von „Screaming For Vengeance“ (Jewel Case) im Vergleich zu der von „British Steel“ (Digi-Box) optisch so armselig daher?

Anspieltipps:

  • Bloodstone
  • Electric eye
  • Screaming for vengeance
  • You’ve got another thing coming

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