Stereolove - Stereo Loves You - Cover
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Stereolove Stereo Loves You


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 48 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Vier Musiker, die bereits die ganz großen Erfolge erlebt haben, suchen sich einen neuen Frontmann, um aus Spaß an der Musik ein ernsthaft gutes Album zu machen.

Vor 14 Jahren zog Sänger Rea Garvey von Irland nach Deutschland und schaltete kurze Zeit später eine Zeitungsannonce, um Musiker für eine Band zu finden, die später allen als Reamonn bekannt sein würde. Doch die Erfolgsgeschichte dieser Band ist nun erst einmal vorbei. Geblieben sind die vier Musiker, die sich 1998 auf den Aufruf hin meldeten: Uwe Bossert, Mike Gommeringer, (genannt Gomezz,) Sebastian Padotzke und Philipp Hanreich. Während ihr einstiger Frontman vor zwei Jahren die Trennung bekannt gab und sich TV-Projekten wie „The Voice“ widmete, schmiedeten die anderen bereits gemeinsam weitere Pläne.

Mit der Musik aufhören? Das kam auf keinen Fall in Frage. Nur ein Telefonat später – so heißt es – war ein neuer Sänger gefunden: Thom Hanreich. Dabei sollte Rea nicht ersetzt werden, man wollte gezielt ein neues Projekt schaffen. Möglichst eins, bei dem der Spaß an oberster Stelle steht, abseits vom Ruhm und dem Erfolgsdruck, ohne die gewisse Ernsthaftigkeit.

Was dabei herausgekommen ist, lässt von fehlender Ernsthaftigkeit jedoch nichts spüren, im Gegenteil. Natürlich werden die Einflüsse von über einem Jahrzehnt Reamonn deutlich hörbar. Auch Thom Hanreich, bisher mit der Band „Vivid“, aber auch solo als Thom unterwegs, hat offensichtlich seine Finger im Spiel. Doch das man die Wurzeln deutlich erkennt ist sicherlich nichts Negatives. Denn was kann es besseres geben, als fünf erfahrene Musiker? Sie wissen ganz genau, wie sie Songs poplastig machen, ohne zu viel Kitsch, radiotauglich, ohne auf Dauer zu nerven.

Aus Liebe zur Musik ist „Stereo loves you“ entstanden. Und aus Liebe zur Liebe die Texte. „This is it“, ist womöglich das stärkste Lied auf dem Album. Es hat das gewisse Etwas, das ein Song braucht, um ganz groß rauszukommen. Vielleicht ist es daher auch das erste Lied auf der Platte und die zweite Single, die direkt nach „What if (I just want to go home)“ erscheinen soll. Letzteres hat bereits kleine Erfolge eingefahren, denn es ist der Titelsong zur deutschen Komödie „frisch gepresst“. Die zehn Songs sind eine Reise durch die Höhen und Tiefen der Liebe, ohne fürchterlich dramatisch zu werden, mit angenehmen Melodien. Manche davon mit dem Potential, bekannt zu werden, die anderen als gelungene Abrundung.

Im November gehen die fünf Jungs nun erstmalig gemeinsam auf Tour, stellen ihr neues Album vor und zeigen sich von ihrer besten Seite: live. Vor Publikum spielen, improvisieren und mitreißen, das ist das, was sie alle seit Jahren und einfach am liebsten tun. Falls sich Reamonn entschließen sollten, die Schaffenspause auf unbegrenzte Zeit zu verlängern wäre das sicherlich sehr schade. Sollte das jedoch bedeuten, dass es weitere Projekte von „Stereolove“ gibt, wäre das mehr als nur ein Trostpflaster.

Anspieltipps:

  • This is it
  • What if
  • Only in my dreams
  • Miss you

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