Diverse - Just Tell Me That You Want Me: A Tribute To Fleetwood Mac - Cover
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Diverse Just Tell Me That You Want Me: A Tribute To Fleetwood Mac


  • Label: Concord/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 79 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Generationen unterschiedlichster Musiker zerpflücken den Fleetwood-Mac-Katalog auf angenehme Art und Weise. Ein spannender Tribut.

Die britisch-amerikanische Band Fleetwood Mac feiert in diesen und in den kommenden Wochen und Monaten ihren 45. Geburtstag nach der Gründung in London durch Peter Green, Bob Brunning und Mick Fleetwood im Juli des Jahres 1967. Zum Beispiel hat Sängerin Stevie Nicks (64) bereits eine Welttournee für das Jahr 2013 bestätigt. Und wer weiß, ob bis dahin nicht sogar ein neuer Longplayer der Kultgruppe fertig ist.

Zur Geschichte: Im Februar 1968 erschien das Selbstbetitelte Debütalbum aus dem Hause Fleetwood Mac, dem bis zum 2003er Album „Say You Will“ fast zwei Dutzend weitere Studioproduktionen folgen sollten. Der Fleetwood-Mac-Sound wurde im Laufe der Jahre unter anderem durch häufig wechselnde Line-ups geprägt und wandelte sich vom anfänglichen, psychedelisch angehauchten Bluesrock über Soft- und Art-Rock hin zur glattpolierten Popmusik für die Massen. Auch deshalb befinden sich im Katalog der Band mit den Alben „Rumours“ (04/1977) und „Tango In The Night“ (04/1987) zwei der absoluten Megaseller in der Musikgeschichte, die zusammen auf über 50 Millionen verkaufte Einheiten kommen.

Durch ihre musikalische Vielseitigkeit, die Fleetwood Mac von Ende der 60er Jahre bis Anfang der 80er Jahre auf im Schnitt einem Album pro Jahr auslebten, erarbeitete sich die Gruppe unter Musikerkollegen einen hohen Stellenwert, der auch durch die spätere Pop-Phase nicht zerstört wurde. Diese Verehrung hat sich bis heute gehalten, wie aktuell an dem von 17 verschiedenen Künstlern und Bands gestaltetem Tribute-Album „Just Tell Me That You Want Me“ zu erkennen ist.

Die Protagonisten des Albums dürfen im weitesten Sinn im Independent-Bereich angesiedelt werden (Ausnahmen bestätigen die Regel) und vereinen älteren und jüngere Generationen zu einer großen Fleetwood-Mac-Fanschar, die u.a. aus Antony (ohne die Johnsons), Marianne Faithfull, Billy Gibbons (ZZ Top), Lee Ranaldo (Sonic Youth) und J Mascis (Dinosaur Jr.), Bonnie Prince Billy, The New Pornographers, The Kills, Tame Impala, MGMT, Lykke Li, Best Coast und Karen Elson besteht.

Damit treffen die unterschiedlichen Stilistiken in der Karriere von Fleetwood Mac auf stilistisch ebenso unterschiedliche Musiker, die damit exakt die Spannungsgrundlage erzeugen, die für Tribut-Alben von entscheidender Wichtigkeit ist. So spielt das US-Indietronic-Duo MGMT neun Minuten lang spacige „Future games“, während die alten Indie-Rock-Kauze J Mascis und Lee Ranaldo durch den Kultklassiker „Albatross“ traumwandeln. ZZ-Top-Mann Billy Gibbons schrubbt sich eine herrlich raue Version von „Oh well“ aus der Hüfte und Best Coast liefern mit „Rhiannon“ erstklassigen Sommerpop ab. Der Popklassiker „Gypsy“ macht mit Gardens & Villa einen Ausflug in asiatische Klanglandschaften, Tame Impala tauchen „That’s all for everyone“ in Dream-Pop-Sphären, St. Vincent und Craig Wedren führen „Sisters of the moon” in düstere Electro-Regionen.

Daran lässt sich erkennen: „Just Tell Me That You Want Me“ macht alles richtig! Songs werden nicht einfach nur nachgespielt und die Auswahl der Stücke ist nicht nur auf die größten Hits beschränkt. Kein Beitrag löst Fremdschamgefühle aus und niemand muss sich langweilen. Damit kann man doch was anfangen!

Anspieltipps:

  • Angel
  • Oh well
  • Albatross
  • Rhiannon
  • Future games
  • Think about me

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