The Script - #3 - Cover
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The Script #3


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die nahezu perfekte Symbiose von sanften Rapeinlagen und eingängigen Popmelodien könnte man die zehn neuen Tracks nennen, ohne zu übertreiben.

Hierzulande gibt es tatsächlich noch Menschen, die The Script nicht kennen. Perfekte Popmusik zelebrieren die drei seit nun schon elf Jahren. Die Besonderheit ihres Sounds gründet sich auf der ausdrucksstarken Stimme des Sängers Daniel „Danny“ O’Donoghue und ihrer Soul- und Hip Hop-Einflüsse, die sie dermaßen geschickt in ihren Popmix eingesetzt haben, dass sie weltweit hunderttausende von Platten verkauften. Ihr Talent, Melodien für Millionen im positiven Sinne zu komponieren und ihr sanfter Pop-Rock faszinierte auch die Kritiker.

Nun steht Album Nummer drei an und The Script aus Irland machen jetzt ernst: Sehr viele Rapeinlagen dominieren das Werk, dennoch haben sie immer noch ein verdammt gutes Händchen für einen schönen Ohrwurm-Refrain und feine Melodien. Die Kuschelrock-Fans werden zwar nicht zufrieden sein, aber sie sollten der CD einige Durchgänge geben. Dann merken sie, dass The Script ihren Stil noch weiter perfektioniert haben und sehr gekonnt mit ihrer eher unauffälligen heimlichen Liebe Rap verschmelzen ließen.

Die nahezu perfekte Symbiose von sanften Rapeinlagen und eingängigen Popmelodien könnte man die zehn neuen Tracks nennen, ohne zu übertreiben. Ein wenig rätselhaft scheint aber, warum die Band ihre erste Single mit will.i.am (Black Eyed Peas) aufnahm: Diese nennt sich „Hall of Fame“ und gehört nicht zu den besten auf dieser Scheibe. Danny O’Donoghue rappt und singt viel besser als der will.i.am und es klingt sogar etwas sehr monoton. Von daher wären Songs wie das hymnische „Millionaires“ oder der Ohrwurm-Opener „Good Ol' Days“ viel besser geeignet, die zweifellos vorhandenen Songwriting-Qualitäten des Trios zu präsentieren. Ihre musikalische Weiterentwicklung illustriert ein Song wie „Broken Arrow“, der als Rap-Track beginnt und nach der akustischen Gitarre die Geigen loslässt, um dann im wieder bombastisch eingängigen Refrain zu enden.

Was die irischen Softrocker von The Script hier wieder geschaffen haben, ist Popmusik, die in jede Radioplaylist gehört und ihren Erfolgsweg fortsetzt, auch wenn sie ihren Stil in Richtung zu noch mehr Sprechgesang geändert haben. Die sanften Melodien gehen ihnen einfach nicht aus.

Anspieltipps:

  • Good Ol' Days
  • Six Degrees of Separation
  • Kaleidoscope
  • Broken Arrow
  • Millionaires

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