Menomena - Moms - Cover
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Menomena Moms


  • Label: Barsuk Records/ALIVE
  • Laufzeit: 50 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album, das bis zum Ende konstant stark bleibt und Menomenas Können beeindruckend zur Schau stellt.

Konstant formidablen Indie-meets-Art-Rock kreieren Menomena nicht erst seit gestern. Aber dass man sich in jedem ihrer inzwischen fünf Werke mit einer fast kindlichen Hörfreude verlieren kann und jedes Mal aufs Neue zum Anhänger, Gutheißer und Unterstützer dieses frühen Aushängeschildes der mittlerweile so virulenten Indie-Szene Portlands wird, muss besondere Würdigung erfahren.

Das Trio, das wegen der vielen zum Einsatz kommenden Instrumente live immer zu fünft ist, hatte allerdings nach dem nicht weniger begeisternden „Mines“ vor zwei Jahren bandinternen Schiffbruch erlitten und den Weggang von Brent Knopf zu verkraften. Macht nichts, nun denken sich halt nur noch Justin Harris und Danny Seim, und nicht mehr drei kluge Köpfe, diese kräftig geschüttelte Melange aus zackigen Fuzz-Gitarren-Riffs, wehklagenden Klaviaturen auf E-Pianos, charmant polternden Trompeten und Saxophonen und vielseitigen Handclap-Rhythmen aus. Live werden die Songs wie gesagt ohnehin als große Band aufgeführt (unter anderem mit Joe Haege von Tu Fawning und 31 Knots, ja, Portland muss ein Nest sein).

Wie beseelt der fünfte Streich „Moms“ nun klingt, wie begeisterungsfähig der Sound, die Geschichten und Geständnisse machen, wie stark das Songwriting zu überzeugen weiß: Ja, ohne dass ein wirklich breites Publikum Notiz davon genommen hätte, sind Menomena eine der besten Indie-Rock-Bands der Gegenwart, und lassen nun auf „Moms“ ihre ganzen Muskeln spielen.

Schon mit dem Opener grinst und wackelt man mit, wenn Harris ein Album voller narrativer Glücks- und Trauermomente, die zusammen ein Leben ausmachen, mit dem entwaffnend ehrlichen Geständnis eröffnet: „Animal/I’m nothing more than an animal/in search of another animal/to tame and claim my own“. Neben „Plumage“ ragen besonders „Pique“, „Skintercourse“, „Don’t Mess With Latexas” und „Capsule” heraus aus einem Album, das bis zum Ende konstant stark bleibt und Menomenas Können beeindruckend zur Schau stellt.

Anspieltipps:

  • Don’t Mess With Latexas
  • Plumage
  • Pique
  • Capsule
  • Skintercourse

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