Mika - The Origin Of Love - Cover
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Mika The Origin Of Love


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 48 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Mika wird elektronischer und bastelt trotzdem weiterhin Pop-Ohrwürmer in Serie.

Viele Songwriter setzen sich in ihr kuscheliges Studio und komponieren dann dort allein, was das Zeug hält. Mika, der britische Sänger mit den libanesischen Wurzeln, hat das mit seinen ersten beiden Alben auch so praktiziert. Diese beiden Werke, sein Durchbruch „Life in Cartoon motion“ und der Nachfolger „The Boy Who Knew Too Much“, waren zwar sehr erfolgreich, dennoch wollte Mika sein Konzept etwas ändern. Nick Littlemore (Empire Of The Sun), Greg Wells (Adele, Kid Cudi), Pharrell Williams (The Neptunes), Benny Benassi und Martin Solveig gehörten zu den auserwählten Songwritern und Produzenten.

Dabei reiste der dunkelhaarige Musiker munter durch die Welt und nahm in den diversen Studios der anderen Musiker seine neuen Songs auf. Sein Motto dieses Mal: Es könnte so einfach sein: Sehr viel Electro-Pop-Elemente, angesichts der Mit-Produzenten nicht verwunderlich, werden präsentiert und Mika serviert nach eigener Aussage wieder viele Pop-Hits mit weniger Schnörkeln wie zuvor. Nach dem ersten Durchgang hat man sich an die stärkere Elektrifizierung seines Sounds gewöhnt und so langsam gehen die Songs auch ins Ohr. Mika hat sich durch bunte Pop-Perlen mit starkem Gute-Laune-Faktor einen Namen gemacht, wobei er auch immer einzelne melancholische Balladen bereithielt. Auf dieser CD gibt es vor allem viel Tanzbares: „Stardust“, „Make you happy“ oder „Celebrate“ bringen die Menschen auf den Tanzflächen in Bewegung, die mit flinken, zeitweise sphärischen Beats und Stimmeffekten, den Mika-Kosmos um eine neue Variante erweitern. Das lockere „Lola“ gehört zu den typischen Mika-Tracks der Vergangenheit: Die hohe Stimme und poppige, eingängige Klänge passen einfach perfekt zusammen.

„Underwater“ ist dann die Piano-Ballade mit Tiefgang, mit der der Brite gekonnt das Tempo herausnimmt. Das interessante „Step with Me“ beeindruckt mit zunächst schleppender, fast schon Reggae-Musik, die den vergangenen Sommer hinauf beschwört und so richtig entspannt klingt. Dafür erinnert „Celebrate“ an die Pet Shop Boys und „Popular Song“ widmet sich sogar dem Rap. Also eine unwahrscheinlich abwechslungsreiche CD voller origineller musikalischer Einfälle.

Den musikalischen Einfluss der anderen Komponisten hört man schon heraus, dennoch bleibt Mika seiner Linie treu und gibt sich zwar nicht mehr ganz so ausgeflippt, was die Eingängigkeit noch mehr fördert, aber ihm auch etwas von seiner Einzigartigkeit nimmt. Sein Songwritingtalent garantiert trotzdem genügend Ohrwürmer, die er einfach locker aus dem Ärmel schüttelt und die weiterhin nicht nur die Fans begeistern werden.

Anspieltipps:

  • Lola
  • Stardust
  • Underwater
  • Popular Song
  • Celebrate

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