Loosegoats - Ideas For To Travel Down Death´s Merry Road - Cover
Große Ansicht

Loosegoats Ideas For To Travel Down Death´s Merry Road


  • Label: Startracks/INDIGO
  • Laufzeit: 45 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Christian Kjellvanders Songs im wiederbelebten Loosegoats-Gewand.

Christian Kjellvander kennen viele als von seinem zehnjährigen Seattle-Aufenthalt geprägten Singer/Songwriter mit unglaublichem Gespür für Intensität. Doch ehe sich das Songwriting des Schweden so entwickeln konnte, war er von 1995 bis 2001 Teil des Quartetts Loosegoats. Erst die lange Pause der Band brachte Kjellvanders Solo-Künste zum Vorschein. So ist es umso schöner, wenn die Loosegoats wieder gemeinsame Sache machen und sich auf diese Weise der Kreis wieder schließt. „Ideas For To Travel Down Death´s Merry Road“ heißt das faszinierende Comeback und ist in seiner Alternative Country meets College-Rock Kombination das Ergebnis von Christians Songs, die einfach wieder zum Bandgefüge passten.

Gut, dass der Sänger/Gitarrist erneut Magnus Melliander (Gitarre), Johan Hansson (Schlagzeug) sowie Anders Tingsek (Bass) um sich geschart hat, denn schon der Opener „Drift From The Tracks“ zelebriert amerikanische Weite auf skandinavisch melancholische Art. Er baut sich langsam auf, greift beherzt zu den Gitarren und entfaltet sich schließlich auch dank Kjellvanders unverkennbar dunkler Stimme zu einem zeitlosen Rocker samt erobernden Melodien. Die markant wiederholte Zeile in „Drinking By The River“, nämlich „Hold on for the rest of our time...“, ist in der Umsetzung ein Selbstgänger, da spätestens beim schleichend dunklen Blues von „For The Love Of“ die Großartigkeit der Platte bewiesen ist.

Wie in den besten Momenten der Tindersticks oder The Black Heart Procession wird die Melancholie aufgesogen und durch überwältigende Regionen geschickt, ehe die Gitarreneffekte zum Ende des Songs ihren absoluten Höhepunkt erreichen. Allein die düstere Atmosphäre ist es jedoch nicht, die diesen Longplayer so groß macht. Erst die Verquickung mit erdigen Rock-Arrangements und hingebungsvoller Instrumentierung offenbart das Besondere und damit nachhaltige Leidenschaft. Keine Sekunde ist das siebenminütige, zentrale „Port Townsend“ zu lang und ja, auch die Kuhglocke im Rock´n´Roll eines „A Love“ dürfen sich die Schweden zwischendurch gönnen.

Anspieltipps:

  • Drift From The Tracks
  • For The Love Of
  • Port Townsend
  • Montananas

Neue Kritiken im Genre „Indie-Rock“
7/10

... And The Fallen Universe
  • 2018    
6/10

Love And Distortion
  • 2018    
Diskutiere über „Loosegoats“
comments powered by Disqus