No Doubt - Push And Shove - Cover
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No Doubt Push And Shove


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 52 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein einigermaßen solides Comeback, das weder nach oben noch nach unten Ausreißer zu vermelden hat.

Wer im Internet, in Zeitschriften oder wo auch immer recherchiert, wie lange die Popband No Doubt von der Bildfläche verschwunden war, fällt entweder vom Glauben ab oder kommt zu dem Schluss, dass ein Comeback so lange Zeit nach dem letzten Studioalbum aus dem Jahr 2001 (!!!) irgendwie dann doch nicht nötig zu sein scheint. Denn so richtig vermisst hatte die Band um Frontfrau Gwen Stefani nach dem arg schwächelnden „Rock Steady“ (12/2001) und den nicht wirklich besseren Soloalben („Love.Angel.Music.Baby“ 11/2004 und „The Sweet Escape“ 12/2006) von Frau Stefani eigentlich kaum jemand.

Überhaupt verhält es sich mit den künstlerischen Ergüssen von No Doubt so, dass bis auf das Durchbruchsalbum „Tragic Kingdom“ (US-Release 10/1995) nie der ganz große Schuss dabei war und maximal einzelne Singles überzeugen konnten. Aber sei’s drum. Nun sind die Vier trotzdem zurück aus der Gruft der Pop- und Rockmusik, in der es sich z.B. auch die Band von Stefani-Ehemann Gavin Rossdale (Bush) bequem gemacht hatte, ohne dass ihr eine Träne nachgeweint wurde.

So wie Bush ohne Not und Publikumsverlangen mit dem allenfalls mittelprächtigen Album „The Sea Of Memories“ (10/2011) ins Music Biz zurückkehrten, schlagen nun auch No Doubt mit „Push And Shove“ im Hier und Jetzt auf. Dabei hat die Gruppe aus dem kalifornischen Orange County den Vorteil, dass sie mit „Settle down“ bereits eine kleine Vorabhitsingle im Gepäck hat, die den Wiedereinstieg erleichtert. Zudem ist der No-Doubt-Sound mit Elementen aus Pop, Rock, Ska, Reggae, Dancehall und Dubstep nicht ganz so angestaubt wie der Neo-Grunge von Bush.

Klarer Pluspunkt für No Doubt also, aber bereits die Rettung? Nein! Ganz selten sind Comebacks wirklich essentiell. Wer trotzdem eines aus der Vergangenheit benennen kann, möge einen Leserbrief schreiben! Auch No Doubt sind mit „Push And Shove“ maximal solide, aber nicht sensationell unterwegs. Wer lange genug sucht, findet neben „Settle down“ gewiss ein paar nette Hitkandidaten, die nicht weiter stören und ganz passabel in das heutige Radioprogrammschema passen („Easy“, „One more summer“, „Sparkle“, „Undercover”), ohne die Sound-Trademarks von No Doubt (siehe oben) zu vernachlässigen. Dass der Hörer deshalb am Ende mit einer mehr oder weniger soliden Vorstellung zufrieden sein muss, dürfte nicht überraschen. Es hätte ja auch wesentlich schlimmer kommen können.

Anspieltipps:

  • Easy
  • Gravity
  • Undercover
  • Settle down
  • One more summer

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