KISS - Monster - Cover
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KISS Monster


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Das 20. Studioalbum der geschminkten Hardrocker ist weder ein Rohrkrepierer noch ein echtes Highlight.

Endlich lassen die Herren von Kiss ihr ewig lang angekündigtes Studioalbum „Monster“ und damit den Nachfolger zum soliden 2009er Werk „Sonic Boom“ vom Stapel. Doch klammheimlich fragt sich wohl jeder, warum eigentlich? Schließlich haben sich Kiss selten über gesamte Alben definieren können. Dafür gab es neben den fraglos immer wieder vorhandenen Klassikern zu viel Füllmaterial und sogar Totalausfälle zu vermelden. Selbst als Argument für eine weitere Multi-Millionen-Dollar-Tour taugt „Monster“ kaum. Denn dazu benötigen Kiss ganz gewiss kein neues Album. Die Fans wollen eh nur die alten Kracher aus den 70er Jahren hören und kein Material, das kaum eine Chance hat, nachhaltig in die Setlist ihrer Konzerte aufgenommen zu werden.

Mit diesem Dilemma kämpfen die Mannen um Gene Simmons und Paul Stanley seit den 80er Jahren. Doch einen Schaden hat ihr Ansehen dadurch nicht erlitten. Daran wird auch „Monster“ nichts ändern, selbst wenn das Dutzend Tracks des Longplayers zu keiner Zeit an einzelne frühe Glanztaten anknüpfen kann. Das ohne externe Songwriter geschriebene und lediglich von Toningenieur Greg Collins (No Doubt, Mudvayne, Eels, Scorpions) als Co-Produzent betreute Werk – immerhin das 20. Studioalbum in der Bandgeschichte! – enthält zwar die für Kiss typischen Strukturen, wie zum Beispiel den obligatorischen Schweinekramtext aus der Feder von Paul Stanley in „Take me down below“ oder einen von Gene Simmons im Alleingang geschriebenen und bezogen auf die Lead Vocals eingesungenen Track („Eat your heart out“), doch bewegt sich dies alles in einem maximal durchschnittlichen Rahmen.

Natürlich sind die meisten Refrains für Stadionkonzerte wie geschaffen („Hell or hallelujah“) und dankenswerterweise wurde diesmal auf Balladen verzichtet. Doch auch mit etwas mehr Härte in den Riffs („Back to the stone age“) und Punch in den Melodien („Wall of sound“), was von der undifferenzierten Produktion leider etwas ausgebremst wird, können Kiss anno 2012 kaum Ohrwürmer in die Waagschale werfen. Da aber genau dies in der Vergangenheit zu den Stärken der Band gezählt hat, wird die Suche nach positiven Argumenten für „Monster“ am Ende ziemlich zäh.

Anspieltipps:

  • Last chance
  • Long way down
  • Hell or hallelujah
  • Take me down below
  • Back to the stone age

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