Marie And The Redcat - Home - Cover
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Marie And The Redcat Home


  • Label: ZeitART Records
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Deutscher Indie-Pop-Nachwuchs mit einem gelungenen Einstand.

Vier Jahre nach ihrer Gründung legt die Mannheimer Band Marie And The Redcat mit „Home“ ihr Longplaydebüt vor, das sie in einem abgelegenen Waldhaus ausbrütete, das dem Großvater von Sängerin Lisa Marie Neumann gehört und im Sandhausener Kleine Audiowelt Studio von Markus Born (Wallis Bird, Söhne Mannheims, Get Well Soon, Laith Al Deen) fertigstellte. Dabei haben die fünf Absolventen der Baden-Württembergischen Popakademie in Mannheim (weitere bekannte Absolventen sind u.a. Cris Cosmo, Johanna Zeul, My Baby Wants To Eat Your Pussy und Get Well Soon) ein atmosphärisch überraschend dichtes Indie-Folk-Popalbum auf die Beine gestellt, das sich vom üblichen Pop-Einerlei wohltuend abhebt.

Dass die Presseinfo trotzdem ein paar Quervorlagen in den Raum wirft (Norah Jones, Katie Melua, KT Tunstall, Feist, Tina Dico), sei gestattet. So läuft der Hase nun mal in der Branche, auch wenn auf die Künstler dadurch zusätzlicher Druck aufgebaut wird. Schließlich sucht der Hörer unter Umständen genau nach den genannten Parallelen und findet sie am Ende nicht. Bei Marie And The Redcat ist das allerdings nicht so. Passend zum Entstehungsort ihrer Songs beginnt „Home“ mit verträumten Klängen, die sich auf eine minimale Instrumentierung und Lisa Marie Neumann Stimme stützen, die in solchen Momenten, die sich im Laufe des Albums noch ein paar Mal wiederholen sollen, an Stücken von Feist orientieren.

Mit dem beschwingten „The one“ transportiert die Band den Verve einer Katie Melua und das kraftvolle „Vulcano“ mag in der Tat von KT Tunstall inspiriert sein, während das luftleichte „What we want“ einer Tina Dico zuzuschreiben sein könnte. Beim selbst eingebrockten Abgleich mit den großen Namen der Szene macht das Quintett also einen guten Eindruck, der sich auf das gesamte Songmaterial ausweitet und unterm Strich ein gelungenes Longplaydebüt offenbart, mit dem Marie And The Redcat den guten Ruf ihrer vorausgegangenen EPs untermauern.

Anspieltipps:

  • Home
  • More days
  • Bang bang
  • Doorkeeper
  • What we want

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