Collapse Under The Empire - Fragments Of A Prayer - Cover
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Collapse Under The Empire Fragments Of A Prayer


  • Label: Finaltune/Broken Silence
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Anstatt des zweiten Teils des Konzeptwerks „Shoulders & Giants” und „Sacrifice & Isolation”, gibt es ein kleines Zwischenspiel namens „Fragments Of A Prayer“.

Die beiden Hamburger Musiker Chris Burda und Martin Grimm firmieren seit rund vier Jahren als Collapse Under The Empire in der Instrumental-Post-Rock-Szene. Von Album zu Album festigen sie innerhalb des Genres ihren Ruf als Klangtüftler der besonderen Sorte, ohne bereits etablierte Post-Rock-Vertreter nachzuäffen. Collapse Under The Empire haben sich eine eigene Stilbildung auf die Fahnen geschrieben, die irgendwo im Ambient-Bereich beginnt und sich ganz zum Schluss noch ein wenig in Rock-Gefilden bedient.

Im Herst 2011 veröffentlichten Collapse Under The Empire mit „Shoulders & Giants” (10/2011) den ersten Teil eines zweiteiligen Konzeptwerks, dem eigentlich in diesem Jahr das finale Werk „Sacrifice & Isolation” folgen sollte. Doch Burda und Grimm haben sich anders entschieden und „Sacrifice & Isolation” auf das Jahr 2013 verschoben. Dafür tritt mit „Fragments Of A Prayer“ ein Album außerhalb ihres Konzeptwerks auf den Plan, das nicht einfach nur als kleines Zwischenspiel aufgefasst werden soll, sondern als in sich geschlossenes Themenalbum gedacht ist.

Stilistisch entfernt sich „Fragments Of A Prayer“ trotzdem nicht sehr weit von den drei bisherigen Alben des Duos. Mit ihren schwebenden Klanggemälden auf elektronischer Basis, die wie ein Film-Soundtrack ohne Film wirken, entwerfen Collapse Under The Empire zumeist düstere Szenarien mit sich verändernden Lautstärken, die sich weit weg von den üblichen Strukturen eines Rocksongs bewegen. Neu bzw. originell ist diese Art musikalischer Lautmalerei inzwischen nicht mehr, auch wenn das Ganze in interessante Konzepte verpackt und mit einer ansprechenden Produktion versehen wird.

Am Ende bleibt jedenfalls lediglich ein aus zehn Songs bestehender Ambient-Klangfluss übrig, der auf der einen Seite zum gepflegten Relaxen einlädt und andererseits bei entsprechend höherer Lautstärke den Staub von der Stereoanlage bläst. In diesem Zusammenhang kann vielleicht darüber nachgedacht werden, ob Collapse Under The Empire ihre Alben irgendwann einmal für das vermeintlich zahlungskräftige High-End-Publikum in einem Raumklangverfahren einspielen/abmischen sollten.

Anspieltipps:

  • Closer
  • The beyond
  • The great silence

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