Norman - Hay, Hay, Make A Wish And Turn Away - Cover
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Norman Hay, Hay, Make A Wish And Turn Away


  • Label: Songs&Whispers/CARGO
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Norman halten sich strikt nach Vorschrift an die Norm und verpassen ihrer Musik nicht den nötigen Schliff an Besonderheit.

Wenn der Name Neil Young mit einem Banddebüt in einem Atemzug genannt wird, dann ist der Druck entsprechend groß. Norman konnten auf ihrem hübsch geratenen Debüt angenehme Folk-Ausflüge präsentieren, die sich vom Mittelmaß absetzten. Auf dem schwierigen Album Numero dos liegt die Messlatte um Einiges höher. Da reichen einfache Akkordfolgen nicht mehr aus. Jetzt möchte man sehen, ob die Pop- und Rocknummern, sowie die Balladen auf durchgehend mitreißendem Niveau gestaltet werden können.

Es soll nichts schief gehen, ist die Devise des Albums, wenn man den Titeltrack in aller Ruhe vor sich hin dudeln hört. Angenehme Streicher begleiten verträumte Gitarren und Gesang. Das geht doch kaum schöner und als Opener braucht der Track noch keine vielen Höhen und Tiefen, sondern soll vielmehr die Grundstimmung des Albums ebnen. Das gelingt auch wunderbar mit der unscheinbaren Interlude „Shake Off The Loss“, bevor „Hell If I Love“ mit Country-Rock in Wilco-Manier loslegt. Was aber instrumental stark beginnt, verliert ganz schnell an Sogkraft. Die Melodie klimpert ohne große Inspiration aus den Boxen und kennt abermals keine Höhen und Tiefen. Und was zu Beginn als Stilmittel erschien, wird plötzlich repetitives Programm.

In Sachen Stileinschlag wird kräftig variiert und es geht von psychedelisch langsam („Mackerel Sky“) bis zu poppig beschwingt („Bell Fountain Stars“). Diese Lieder sind allesamt mit guten Melodien ausgestattet, doch die großen Hooklines lassen auf sich warten. In besagtem „Bell Fountain Stars“ erbarmt sich die Band endlich den Hörern und liefert ein astreines Solo, das den nötigen Funken Individualität aufkommen lässt. Es sollte nicht so schwer sein, aber Norman nehmen ihren Stücken die Tiefe, indem sie der Wiederholung zu viel Platz räumen. Zu schnell ruhen sich die Lieder auf ihren ersten drei Akkorden aus und geben sich mit dem Mittelmaß zufrieden, welches sie nach ihrem Debüt jetzt doch bitte hätten hinter sich lassen können.

Anspieltipps:

  • Saddest Songs
  • Hay, Hay, Make A Wish
  • Bell Fountain Stars

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