Nadeah - Venus Gets Even - Cover
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Nadeah Venus Gets Even


  • Label: Popup/CARGO
  • Laufzeit: 53 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die talentierte Nadeah mit einem Stilmix, der einige Male zu bunt gerät.

Die in Frankreich lebende Australierin Nadeah begann ihre Karriere in der Band The loveGods, die sich im Vorprogramm von Nick Cave und Franz Ferdinand einen Namen machte. Schließlich wurde Marc Collins auf sie aufmerksam und gewann sie für seine Projekte Hollywood Mon Amour und Nouvelle Vague. Sie sammelte jede Menge Bühnenerfahrung und hat nun ihr Solo-Debüt „Venus Gets Even“ veröffentlicht.

Zum Auftakt mixt sie auf „Whatever Lovers Say“ Swing, Funk, Pop und Rock, auch das folgende „Odile“ ist eine swingende Aufforderung zum Tanz. Danach stakst „At The Moment“ im Cabaret-Ragtime-Rhythmus und Nadeah maunzt wie ein Stubentiger. Auf Songs wie „Nobody But You“ und „Suddenly Afternoons“ wären auch Rickie Lee Jones und Tom Waits stolz. Alleine das Lesen des Titels „I Burned A Cowboy At The Melbourne Airport“ setzt das Kopfkino in Gange, musikalisch wird hier eine Art Bar-Jazz- Country-Walzer serviert.

In der Folge mixt Nadeah weiterhin die Stile, womit wir bei den Vorzügen, jedoch auch den Nachteilen ihres Debüts wären. Im Gesamten wirkt das Album etwas zu bunt, eine Berg- und Talfahrt, die manchmal in die Beliebigkeit abdriftet, so schwankt „Hurricane Katrina“ zwischen ernsthafter Auseinandersetzung und etwas zu viel nah-nah-nahs und dubah-duhs. Dagegen gelingen ihr mit „Song I Just Wrote“ und „Tell Me“ einfache, dennoch wirkungsvolle Balladen.

Nadeah hat viel investiert für ihr Debütalbum, in manchen Momenten zu viel. Die Arrangements sind mal vielschichtig, mal überfrachtet, manche Songs überspannen den Bogen, werden eine Spur zu artifiziell dargeboten. Dass sie es kann beweist zumindest eine Hälfte des Albums. Mal sehen wie sie sich als Solokünstlerin weiterentwickelt.

Anspieltipps:

  • Nobody But You
  • Suddenly Afternoons
  • Song I Just Wrote
  • Tell Me

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