Max Buskohl - Sidewalk Conversation - Cover
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Max Buskohl Sidewalk Conversation


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Solo-Comeback des DSDS-Revoluzzers.

Max Buskohl? Da war doch mal was! Genau! Der junge Herr nahm im Jahr 2007 an der vierten Staffel der TV-Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ teil und schaffte es bis unter die letzen drei Teilnehmer. Dann schied der heute 23jährige Berliner freiwillig aus dem Wettbewerb aus, weil er lieber mit seinen Kumpels aus der Rockband Empty Trash Musik machen wollten und keine Lust auf Dieter Bohlen als Produzenten hatte, der daraufhin eine kurze Erfolgsehe mit dem Gewinner Mark Medlock einging.

Max Buskohl unterschrieb zusammen mit Empty Trash einen Platenvertrag beim Major EMI Records und veröffentliche im November 2011 das Album „Confession“. Dieses erhielt zwar wohlwollende Kritiken, doch kommerziell riss es, genau wie die beiden Singleauskopplungen keine Bäume aus. Im Jahr 2008 begann das Line-up zu bröckeln und wiederum ein Jahr später gab die Gruppe ihre Auflösung bekannt. Die Zeit danach nutzte der Berliner, um sich auf Reisen in andere Länder und durch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Songschreibern aus England und den USA für sein erstes Soloalbum inspirieren zu lassen.

In welche Richtung das geführt hat, zeigt bereits das Albumcover in Stile der großen Singer/Songwriter-Werke der 60er Jahre (große Portraitfotografie, Schwarzweiß-Optik, Label-Logo am oberen Bildrand). Max Buskohl und seine potenziellen Hitlieferanten orientierten sich am Songwriter-Pop und Classic Rock der 60er und 70er Jahre und entwickelten aus dieser Vorgabe zusammen mit Produzent Roland Spremberg (a-ha, Sasha, Reamonn, Bro`Sis, No Angels) und den beteiligten Studiomusikern – im Detail: Gitarrist Jörn Heilbut (The Jeremy Days), Bassist Stephan Gade (Kai Wingenfelder), Drummer Reiner Hubert (Rosenstolz) – ein erwachsenes Popalbum fernab jeglicher Casting-Show-Klischees.

Erfreulicherweise ist „Sidewalk Conversation“ ein Album geworden, das sich in allen Belangen auf internationalem Niveau bewegt. Max Buskohl setzt sein beeindruckendes Stimmorgan vielseitig ein und beherrscht dabei stilistisch die gesamte Palette vom Balladenfach („Im made a mess“, „If you were never“)) über den klassischen Popsong („Can’t get a minute“) und hymnische Breitwandstücke („No more bad days“) bis hin zu treibenden Power-Popsongs („Holding on“, „Harder to breathe“) und kleinen Rockbrettern wie „Rush“, das an die großen Zeiten von INXS erinnert.

Damit es zu diesem Beweis Buskohls stimmlichen Könnens kommen konnte, mussten natürlich die entsprechenden Songs her, die in Zusammenarbeit mit Gary Go, Christian Neander (Selig), Johnny Andrews, Brian West und Chris Porter entstanden. Bis auf ein, zwei etwas schwächere Titel ist dem Team dabei gutes bis sehr gutes Mainstream-Futter gelungen, das – wie gesagt – internationalen Ansprüchen genügt und mit den meistens sehr bescheidenen Ergüssen der Casting-Show-Sieger nichts zu tun hat.

Anspieltipps:

  • I made a mess
  • True lovers kiss
  • Harder to breathe
  • Can’t get a minute
  • Love is the easiest part

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