An Cafe - Amazing Blue - Cover
Große Ansicht

An Cafe Amazing Blue


  • Label: Gan Shin/Rough Trade
  • Laufzeit: 30 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach zwei Jahren Pause knüpfen AnCafe mühelos an ihre bisherigen Leistungen an und feiern ein begeisterndes Comeback.

Nach zwei Jahren Pause melden sich AnCafe mit großem Knall und unter Begeisterungsstürmen der weltweiten Fans zurück. Natürlich waren die Herren in dieser Zeit nicht völlig untätig. Sänger Miku präsentierte sich als Frontmann der Band LC.5, Schlagzeuger takuya zeigte sich als Mitglied der Sony-Band des Japan Anime Live Projekts (CDstarts.de berichtete) und Bassist Kanon kollaborierte mit Sängerin Kanon Wakeshima (CDstarts.de berichtete). So blieben die Bandmitglieder zwar immer im Gespräch, so wirklich das Gleiche war es aber doch nicht, AnCafe selbst waren einfach etwas einzigartiges und unverwechselbares.

Umso größer als die Trauer des Abschieds ist nun die Freude der Wiederkehr, vor allem dank des geballten Programms mit dem sich die Künstler zurückmelden. Zunächst ist da das neue Musikvideo zu „Amazing Blue“, das einen ersten Vorgeschmack auf das vorliegende Album gab und zeitgleich bewies, dass AnCafe auch nach Pause immer noch ganz ihr farbenfrohes, durchgeknalltes Selbst sind. Hinzu kommt die bereits angekündigte Welttournee, die die Musiker auch nach Deutschland bringen wird. Entsprechend ist die Veröffentlichung von „Amazing Blue“ nun noch das i-Tüpfelchen auf der Welle des Comebacks.

Musikalisch wird schon im Opener und Titelgeber „Amazing Blue“ zunächst eines klar: AnCafe sind immer noch sie selbst und beherrschen dabei immer noch ohne mit der Wimper zu zucken Spaß und gute Laune in ihre Musik zu stricken. So verfliegen die 30 Minuten des Silberlings unglaublich schnell und man scheint sich im ersten Moment kaum satt hören zu können. Egal ob balladesk („Self Instruction Manual“, „End of Summer“) oder in bester Partystimmung („Amazing Blue“, „Bird's Tragedy“) – der Sound ist und bleibt einfach unverkennbar. Und doch bleibt das Gefühl einer gewissen Evolution nicht aus. Bei anderen Bands würde nun wahrscheinlich das Wort „erwachsener“ fallen, doch irgendwie scheint das in Anbetracht der quietschbunten Welt dieser Band ein wenig fehl am Platz.

Sie sind reifer geworden, erfahrener und lassen sich ihre gute Laune und die bunten Phantasiewelten doch nicht nehmen. Das ist es wahrscheinlich, was die Einzigartigkeit dieser Band ausmacht – die bunte Wunderwelt, das Süßigkeitenland und das Gefühl niemals erwachsen zu werden wie es schon Peter Pan verkörpert hat ausgedrückt in verzaubernden und vor allem einzigartigen Klängen, die faszinieren und immer wieder auf eine ganz besondere Reise einladen. In diesem Sinne Schiff Ahoi, denn mit diesem Silberling ist es AnCafe einmal mehr geglückt die Musikwelt zu kapern und die Fans für sich zu begeistern!

Anspieltipps:

  • Amazing Blue
  • End of Summer

Neue Kritiken im Genre „J-Rock“
8/10

Shangri-La
  • 2013    
Diskutiere über „An Cafe“
comments powered by Disqus