Ann Doka - Never Ending Road - Cover
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Ann Doka Never Ending Road


  • Label: Nash*Dash Records
  • Laufzeit: 34 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf den Spuren des Nu-Country: Ann Doka verzaubert mit frischen Melodien und entführt dabei in eine musikalische Welt weitab von altbackenen Genre-Klichees.

Es ist kein Geheimnis mehr, dass die Nu-Country-Welle auch Deutschland erreicht hat. Dabei ist es nicht zuletzt die überwältigenden Grammy-Gewinne von Lady Antebellum und ihrem Erfolgshit „Need You Now“ zu verdanken, dass die Neuschöpfung dieses dank Medienwelt gerade in deutschen Köpfen so altbackenen Genres auch hierzulande Begeisterung findet. Natürlich darf man dabei auch Genrevertreter wie Taylor Swift oder The Band Perry nicht vergessen, die sich ebenfalls erfolgreich auf den deutschen Markt geschlichen und etabliert haben.

Genau dort knüpft auch Ann Doka an. Sie selbst betitelt ihren musikalischen Stil als „irgendwo zwischen Pop, NewCountry und Singer-Songwriter“ und bringt es damit generell auf den Punkt. Mit ihrem Debüt-Album „Never Ending Road“ beweist sie nun, dass guter Nu-Country nicht zwingend aus dem Heimatland des Country kommen muss. Schon im Opener „Where My Heart Beats“ wird man in der Bestimmung des Genres bestätigt. Instrumentierung (Gitarre, Banjo), Rhythmus und allgemeine Stimmung führen direkt in die Welt des frischen, poplastigen Nu-Countrys und vermitteln dabei zeitgleich direkt gute Laune. So ist direkt die ideale Stimmung geschaffen den Hörer zu fesseln und mit auf Ann Dokas ganz persönliche musikalische Reise zu nehmen.

Insgesamt ist diese Reise dabei vor allem eins – abwechslungsreich. Natürlich wird zunächst klassisch für jede Stimmung etwas geboten. Von klassischen Balladen („If (My Last Mistake)“, „There You Fly“) bis hin zu schnellen, fröhlichen Mid-Tempo-Nummern („Where My Heart Beats“, „Lea“) darf hier nichts fehlen. Der Teufel liegt allerdings wie musikalisch so gerne im Detail. Die Vielschichtigkeit sowohl in Gesangs- wie auch Melodielinien ist durchaus einen Blick wert und lässt die Songs auch bei mehrfachem Hören nicht langweilig werden, sondern im Gegenteil immer wieder neue Details finden. Die beiden Klavier-Interludes „Friday Night“ und „Saturday Night“ lockern die Playlist nicht nur auf, sondern zeigen zudem eine weitere, verspielte und durchaus interessante Seite der Künstlerin.

So verschmelzen abwechslungsreichen, verträumten und mitreißenden Melodien gespielt von Genre-klassischen Instrumenten mit einer charakterstarken, emotionsgeladenen Stimme zu einem harmonischen Ganzen und entführen dabei in ihre ganz eigene Welt mit dem selbstbetitelten, klangvollen Namen Nashvegas.

Mit „Never Ending Road“ legt Ann Doka ein starkes Debüt hin, das durchaus der starken Genre-Konkurrenz gewachsen ist und einmal mehr bestätigt, dass das Genre Country seinen verstaubten Wurzeln und Trucker-Klischees entflohen ist und sich durch die Einflüsse der Popmusik in ein mitreißendes und modernes Genre gewandelt hat.

Anspieltipps:

  • Where My Heart Beats
  • Lea
  • Even Blue Eyes Lie
  • Between Me And Mexico

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