Patrick Wolf - Sundark And Riverlight - Cover
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Patrick Wolf Sundark And Riverlight


  • Label: Bloody Chamber Music
  • Laufzeit: 80 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Akustik-Werkschau der besten Songs aus zehn Jahren.

Klassische Instrumente und Percussions aller Art, gerne auch aus der Dose, sind ja seit jeher prägende Elemente in Patrick Wolfs Songs und so ist „Sundark And Riverlight“ eine nur konsequente Idee. Stücke der ersten beiden Alben bekommen allein durch seine hörbar gereifte Stimme einen besonderen Reiz, doch auch Tracks jüngeren Datums zeigen im akustischen Gewand zumeist eine bemerkenswerte neue Seite - allen voran das im Original minimal technoide, hier vielmehr liebliche „Together“.

Frönte Patrick Wolf auf „Lupercalia“ noch zum ersten Mal der Lust am Stadion-Pop mit der ganz großen Geste, ist „Sundark And Riverlight“ nun ein denkbar intimes Best Of geworden. Stücke wie das schon immer großartige, von Streichern getragene „Hard Times“ verlieren nichts an ihrer Intensität und wirken oft wie gerade für dieses Album gemacht. Nie war Patrick Wolf in seinen Liedern näher am Hörer, und nie war eine Platte des Londoners so aufgeräumt. Erstickte auf seinen bisherigen fünf Alben leider gerne mal ein potenziell großer Moment in zu viel Bombast, so entschlackt „Sundark And Riverlight“ die betreffenden Songs gerade recht.

Zu den Höhepunkten des Albums zählen neben dem schon auf „The Magic Position“ herausragenden „Bluebells“, hier in einer bestechend intonierten, durchaus passend ohne das treibende Element des Originals auskommenden Version, das akustisch noch verletzlichere „Oblivion“ von „The Bachelor“. „Sundark And Riverlight“ ist ein Geschenk von Patrick Wolf an seine Fans und sich selbst. So viel mehr als eine schnöder Rückblick, und damit eigentlich der perfekte Einstieg in dessen traurig-bunte Traumwelt.

Anspieltipps:

  • Oblivion
  • Hard Times
  • Together
  • Bluebells

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