Paul Banks - Banks - Cover
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Paul Banks Banks


  • Label: Beggars/INDIGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Paul Banks´ zweites Soloalbum klingt wieder wie Interpol. Diesmal gleich ohne Pseudonym.

Es gibt drei Gründe, warum Musiker ein Album nach sich selbst benennen. Erstens: es handelt sich um das Debüt. Zweitens: es liegt ein eigenartiges Verständnis von Coolness vor. Drittens: dieses Werk - und nur dieses - hat alles, was seine(n) Schöpfer ausmacht!

„Banks“ fällt sicherlich in letztere Kategorie, dabei jedoch auf negativste Art und Weise überhaupt: Diese zehn Songs klingen wieder mal so sehr nach Interpol und Banks im Allgemeinen, dass es schon kurios ist. Man fragt sich wirklich, warum dieser Mann überhaupt Soloalben aufnimmt. So derart stoisch von Beginn an künstlerisch mit einer halben Handvoll Stilmittel zu verharren, das ist schon bemerkenswert. Gibt es wirklich Menschen, die immer noch verhallte Achtel-Melodien hören wollen? Oder Banks´ immer gleichen Tonfall? Diese bemühte Tiefe, wobei nach wie vor in Pseudo-Erhabenheit Maßanzüge auch noch im stickigsten Club vollgeschwitzt werden?

Sicher, „Banks“ ist abstrakt gesehen offensichtlich in Teilen eine gute Platte, deren Eröffnungsstück allein schon das generelle Talent des Interpol-Frontmanns, Stimmungen zu transportieren, unter Beweis stellt. Aber man kann sich dessen Alben einfach nicht mehr über die volle Distanz geben. Wobei es schon 2002 genug Menschen gab, denen die beiden Joy Division-Alben durchaus genügten.

Gleichwohl soll hier nicht der Eindruck erweckt werden, Interpol hätten nicht einige Klassiker geschrieben. Für „Slow Hands“ behält man die Band ja gerne in Erinnerung, doch die Definition von Interpol kam eben schon 2004. Passiert da noch mal was Spannendes? Nach „Banks“ glaubt man es kaum.

Anspieltipps:

  • The Base
  • Paid For That

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