Ne-Yo - R.E.D. - Cover
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Ne-Yo R.E.D.


  • Label: Motown/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 51 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Warum hat man bei Ne-Yo immer das Gefühl, dass er mehr drauf hat, als er auf seinen Platten zeigt?

Er ist nicht nur nur erfolgreicher Solokünstler, sondern auch der Auftragshitschreiber hinter Beyoncé, Mario, Usher, Kanye West, Lionel Richie, 50 Cent, The Game, Rihanna, Mary J. Blige und Jamie Foxx. Er gilt als führender R&B-Schmusebarde und spielte in Kinofilmen wie „Red Tails“ (2012), „World Invasion: Battle Los Angeles“ (2011) und „Stomp The Yard“ (2007) mit. Ohne Frage: Shaffer „Ne-Yo“ Smith (33) hat in den vergangenen zehn Jahren, wobei sein Solo-Debütalbum erst im Jahr 2006 erschien, eine sehr beeindruckende Karriere hingelegt.

Und doch kann der Hörer in Anbetracht der bis dato vier veröffentlichten Studioalben des 33-Jährigen den Eindruck bekommen, dass unterm Strich mehr Nachhaltigkeit drin gewesen wäre. Denn neben den im Schnitt drei Singleauskopplungen pro Album, gab es kaum Essentielles mit Langzeitwirkung auf „In My Own Words“ (2006), „Because Of You“ (2007), „Year Of The Gentleman“ (2008) und „Libra Scale“ (2010) zu bestaunen, wobei die Ne-Yo-Fans das möglicherweise ganz anders sehen werden. Doch sei’s drum! Mit „Realizing Every Dream“ oder kurz „R.E.D.“ wagt Ne-Yo nun jedenfalls den nächsten Anlauf, um einen von vorne bis hinten geglückten Longplayer abzuliefern.

Mit der Produzenten-Unterstützung von Stargate, Salaam Remi, No I.D., Jim Jonsin, David Banner und Shea Taylor sowie den Duettpartnern Tim McGraw und Wiz Khalifa hat Ne-Yo 13 Tracks für „R.E.D.“ eingespielt, die zum einen in herkömmlichen R&B-Gefilden angesiedelt sind („Cracks in Mr. Perfect“, „Miss right“, „Stress reliever“), zum anderen gerne auch etwas poppiger sein dürfen („Lazy love“, „Jealous“, „She is“) und selbst den Gang auf die Tanzfläche nicht scheuen („Let me love you until you learn to love yorself“, „Don’t make em like you“).

Das Ganze gelingt Ne-Yo in einer recht ausgewogenen Form, sodass „R.E.D.“ runder und stimmiger als sein Vorgänger „Libra Scale“ klingt. Damit wird zwar das eingangs formulierte hehre Ziel nicht ganz erreicht, der Kurs aber stimmt letztlich wieder.

Anspieltipps:

  • She is
  • Lazy love
  • Miss right
  • Don’t make em like you
  • Carry on (her letter to him)

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