Celine Dion - Sans Attendre - Cover
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Celine Dion Sans Attendre


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 59 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach fünf Jahren Albumpause legt Celine Dion wieder los. Erst mit dem französischen „Sans Attendre“ und 2013 wieder auf Englisch.

Fünf Jahre nach „D’Elles“ (06/2007) bringt Celine Dion (44) mit „Sans Attendre“ ein neues französischsprachiges Album auf den Markt und beendet damit eine ebenso lange andauernde Plattenpause. Denn mit „Taking Chances“ (11/2007) stammt auch das zugleich letzte Studioalbum der Kanadierin aus dem Jahr 2007. Danach ging sie nach fast zehn Jahren Pause auf eine ausgedehnte Welttournee, die von der Veröffentlichung von Best-Of- und Live-Alben/DVDs sowie der Jubiläumsedition von „D´Eux“ (11/2009) flankiert wurde.

Für „Sans Attendre“ wurden 14 Lieder (bzw. 16 auf der Deluxe Edition) von einem Dutzend verschiedener Songwriter geschrieben, die Celine Dion zusammen mit Jacques Veneruso produzierte und arrangierte. Zu den Kollaborateuren gehören u.a. der französische Poetry-Slam-Act Grand Corps Malade, der Chansonnier Maxime Le Forestier, Luc Plamondon sowie als Duettpartner Johnny Hallyday, Jean-Pierre Ferland und der verstorbene Henri Salvador (die Technik macht es möglich...).

Im Vergleich zu ihren englischsprachigen Alben, sind die französischen Werke der Dion immer einen Hauch sentimentaler und sperriger und damit charmanter, aber auch weniger auf den vermeintlichen Massengeschmack zugeschnitten. So steht auf „Sans Attendre“ ganz klar die Stimme der 44-Jährigen im Mittelpunkt und nicht das musikalische Brimborium, das auf Alben wie z.B. „One Heart“ (03/2003) aufgefahren wird. Das schützt die Songs zwar nicht vor ihrer latenten Trivialität, macht das Gesamtergebnis aber erträglicher.

Weitgehend ohne großen Bombast (klammern wir einmal das Duett mit Jean-Pierre Ferland aus), aber auch über weite Strecken ohne herausragende Melodien, dafür mit schlagerartigen Arrangements („Parler à mon père“), seichten Kinderchören und Kirchenglocken („Le miracle“) sowie kalkulierter Dramatik („Qui peut vivre sans amour?“) sind die Zutaten weder spannend noch neu. Deshalb muss der Hörer schon sehr genau nach den wenigen Highlights auf „Sans Attendre“ forschen. Dazu zählen u.a. das Duett mit Johnny Hallyday („L'amour peut prendre froid“) und der überraschend schwungvolle Schlusstrack „Les jours comme ça“. Doch dann hat es sich auch schon mit der Herrlichkeit der Dion, die sich im kommenden Jahr mit einem neuen englischsprachigen Album zurückmelden wird.

Anspieltipps:

  • Les jours comme ça
  • Celle qui m'a tout appris
  • Je n'ai pas besoin d'amour
  • Que toi au monde
  • L'amour peut prendre froid
  • Qui peut vivre sans amour?

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