Grant Creon - Damn Those Things - Cover
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Grant Creon Damn Those Things


  • Label: Stargazer Records
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Westcoast-Harmonien treffen Lo-Fi-Folk und Schweden Melancholie. Mittendrin blitzen Neil Young & Crazy Horse Momente auf.

Mattias Larsson (Gesang, Gitarre) und sein Bruder Stefan (Bass, Gesang) gründeten 1999 Grant Creon, zu denen alsbald P-O Ruppel (Gitarre, Gesang) und Stefan Rausfält (Schlagzeug) stießen. Dass sie aus Malmö in Schweden kommen, lässt sich schon anhand der Namen erahnen. Für Hochkaräter wie z.B. Jesse Sykes And the Sweet Hereafter und Black Mountain spielten sie Support. Zudem waren sie mit einem Beitrag zur Dokumentation „Poster Kids” vertreten. Dennoch war es bis zum Debüt „Damn Those Things” ein langer Weg, der nun sein Ziel mit dieser Veröffentlichung erreicht hat. Die Songs wurden in Matttias Larssons eigenem Studio „A Place To Mourn“ aufgenommen, in dem er bereits Teile des Golden Kanine Werks „Oh Woe“ produziert hat.

Grant Creon spielen sanften bis teils hart akzentuierten Westcoast- und Indie-Folk-Rock mit schwedischer Melancholie und weich platzierten weiblich-männlichen Harmoniestimmen, die wiederholt auf ihrem Debüt zum Einsatz kommen und mit Akustikgitarren flirten oder auf verzerrte E-Gitarren treffen. Die Assoziationskette perlt schließlich Neil Young & Crazy Horse („You Hold It Against Me“), und die Landsmänner Mattias Hellberg („Oh Love“) sowie Holmes („Wedding Song“) auf die Schnur. Auf dem Titelsong schwirren verlorene Streicher um die Gesangsstimmen, Schweden Schwermut trifft Will Oldham zu Zeiten der Palace Brothers. Leider schleichen sich auch Ausfälle wie das richtungslose „This Is What We Got“ und das etwas blutarme „Unbelievable“ ins ansonsten stimmige Gesamtbild.

Das Rhythmusgerüst von Grant Creon verschleppt wiederholt das Tempo, ein typisches Merkmal der Schweden. Martin Larssons Stimme verliert ohne den weiblichen Part ein wenig an Wirkung, was glücklicherweise die Ausnahme bleibt. Dafür entschädigen wiederum solche Perlen wie bspw. „All Those Pieces“ und „Oh“ die mit viel Emotion und Herzblut dargeboten werden. Mehr Licht als Schatten also. Sollte man im Auge behalten.

Anspieltipps:

  • Oh Love
  • You Hold It Against Me
  • All Those Pieces
  • Oh

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