Coheed And Cambria - The Afterman::Ascension - Cover
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Coheed And Cambria The Afterman::Ascension


  • Label: Cooperative/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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Die Comic-Saga der New Yorker Progressive-Rocker geht weiter: Der erste Teil ihres Konzeptalbums „The Afterman: Ascension“ überzeugt, begeistert aber nur in Maßen.

Seit jeher erzählen Coheed and Cambria auf ihren Alben eine fortlaufende Science-Fiction-Story rund um das Ehepaar Coheed und Cambria Kilganno („The Amory Wars“). Geschrieben von Frontman Claudio Sanchez, erscheinen die Comics bei Evil Ink Comics und stehen in direktem Zusammenhang mit den veröffentlichten Alben von Coheed and Cambria. Jedes Album erzählt dabei ein neues Kapitel der Saga. Aufgrund des Erfolgs dieser Serie, wurde auf der Comic-Con 2012 bekanntgegeben, dass es ebenfalls zu einer Adaption für die große Kinoleinwand kommen solle, bei der Mark Wahlberg für die Produktion vorgesehen sei.

Das neue Album „The Afterman: Ascension“ ist der erste Teil eines zweiteiligen Konzept-Albums der New Yorker Progressive-Rocker. Das instrumentale Intro klimpert plätschernd in das Album hinein: „The Hollow“ ist recht unspektakulär, erfüllt aber immerhin seinen Zweck. Es könnte aber ebenso gut auch der theatralische Eingang in einen künstlerisch angehauchten Parfüm-Werbespot sein. Der Titel-Track „The Afterman“ gewinnt dank eines schier unendlichen Spannungsbogens, des überzeugenden Weltraummodus und gekonnt eingesetzter Stimme von Claudio Sachez einige Sympathie-Punkte. „Mothers Of Men“ ist eindeutig der beste Song des Albums, nicht zuletzt, weil er nicht ganz so glatt und poliert klingt, wie der Rest.

Was darauf in „Goodnight, Fair Lady“ folgt, klingt wie die Titelmelodie einer Super RTL-Serie aus dem Nachmittagsprogramm. Die Collage aus Kreisch-Elementen und seltsam zusammengesetzten melodischen-Parts in „Key Entity Extraction II: Holly Wood The Cracked“ wirken übertrieben unharmonisch, was sich in „Key Entity Extraction III: Vic The Butcher“ wieder bessert. Das verträumte „Key Entity Extraction IV: Evagria The Faithful” ist dagegen ein vollkommen poppiger Space-Song, der sich immerhin passend in das Konzept fügt.

Ganz ehrlich: Der erste Teil dieses „The Afterman“-Zweiteilers klingt an einigen Stellen etwas zu gewollt und platt. Während man nach dem letzten Track „Subtraction“ endlich das Gefühl hat, vollkommen im Album angekommen zu sein, ist es bereits vorbei. Warum die Band sich dazu entschieden hat, dieses Werk zu halbieren, erscheint etwas schleierhaft. Bleibt zu hoffen, dass es einen überzeugenden Grund für die Zweiteilung des Albums gibt und der im Februar 2013 erscheinende Nachfolger das Werk sinnvoll abrundet.

Anspieltipps:

  • Mothers Of Men
  • Key Entity Extraction IV: Evagria The Faithful
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