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Diverse Re-Machined: A Tribute To Deep Purple


  • Label: Eagle Rock/EDEL
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

40 Jahre „Machine Head“. Das muss gefeiert werden! Zum Beispiel mit einem Tribute Album.

In diesem Jahr feiert das legendäre „Machine Head“-Album von Deep Purple seinen 40. Geburtstag. Zu den geplanten Feierlichkeiten bringt die Plattenfirma EMI voraussichtlich Anfang Oktober eine hochwertige Jubiläums-Box auf den Markt, während schon jetzt eine Schar hochrangiger Musiker ein Tribute Album zusammengestellt hat, das sich vor den Songs des Hardrock-Klassikers verneigt. Schaut man sich die Namen der beteiligten Bands an, darf getrost mit der Zunge geschnalzt werden. Als da wären (u.a.): Metallica, Black Label Society, Iron Maiden, Chickenfoot, Joe Bonamassa und The Flaming Lips. Was soll da schiefgehen?

Den Auftakt leistet die ungewöhnliche Kombination aus Carlos Santana und Jacoby Shaddix (Papa Roach) mit dem Evergreen „Smoke on the water”, der auch noch ein weiteres Mal von den Space-Art-Rockern The Flaming Lips verbraten wird. Weitere Supergroup-artige Konstellationen ergeben sich beim Song „Never before“, der von Joe Elliott (Def Leppard), Steve Stevens (Billy Idol), Duff McKagan (Loaded) und Matt Sorum (Velvet Revolver) eingespielt wurde. Der Blueser Joe Bonamassa agiert im Doppel mit dem Australier Jimmy Barnes und Glenn Hughes (Black Country Communion) hat sich Chad Smith (Red Hot Chili Peppers) ins Boot geholt. Es handelt sich also durch die Bank um prominente Spitzenkönner, die den Klassiker aus dem Jahr 1972 in nicht originalgetreuer Reihenfolge auf die Hörner genommen haben.

Das sechste Studioalbum von Deep Purple entwickelte sich speziell durch die Zugkraft des Ausnahmesongs „Smoke on the water“ zu einem absoluten Verkaufsschlager, der den Hardrock genreübergreifend salonfähig machte. Doch dieses Stück alleine hätte das Werk nicht in den Klassikerstatus gehoben. Es ist vielmehr die Kombination aus dem ekstatischen Gitarrenspiel Richie Blackmores („Highway star“), den Rock-Partituren Jon Lords auf der Orgel („Never before“), zusammen mit dem beseelten Gesang Ian Gillans („Lazy“) und der auf den Punkt kommenden Rhythmusabteilung, bestehend aus Bassist Roger Glover und Drummer Ian Paice („Space truckin‘“).

Die fünf Musiker erzeugten vor 40 Jahren eine knackige Härte, die von großartigen Melodien getragen wurde. Das erzielt auch heute noch Wirkung, selbst wenn Bands wie The Flaming Lips aus „Smoke on the water“ ein abgefahren pluckerndes Elektro-Irgendwas machen und Carlos Santana und Jacoby Shaddix eher blass bleiben. Dafür entschädigen großartige Gitarreneinlagen wie die von Joe Bonamassa in „Lazy“ und die Megastar-Auftritte von Iron Maiden und Metallica, die dieses Tribute Album veredeln, aber nicht davon abhalten sollten, in das Original aus dem Jahr 1972 hinein zu hören.

Anspieltipps:

  • Lazy
  • Never before
  • Highway star
  • Maybe I’m a leo
  • Smoke on the water

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