AC/DC - Live At River Plate - Cover
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AC/DC Live At River Plate


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 111 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die 2011er DVD jetzt auch als Doppel-CD. Da freut sich der Weihnachtsmann!

Kaum zu glauben, aber wahr: Lässt man die Flut an DVD-Veröffentlichungen aus dem Hause AC/DC in den vergangenen Jahren unter den Tisch fallen, ist „Live At River Plate” tatsächlich das erste Live-Album der australischen Hardrocker seit „Live“ aus dem Jahr 1992. Doch genau hier liegt leider auch der Hase im Pfeffer! Denn das jetzt zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt gebrachte Doppel-Live-Album ist nichts anderes als die Audio-Version der im Mai des vergangenen Jahres veröffentlichten, gleichnamigen DVD, auf der die 2009er Auftritte von AC/DC in der argentinischen Metropole Buenos Aires verewigt wurden.

Der Sound hat bei der Übertragung auf das CD-Medium zum Glück in keiner Weise gelitten und kommt fast schon in Studioqualität aus den Boxen gehämmert. Auch die Verpackung sollte als fesches Digipack mit ausführlichem Booklet und einer neuen Covergestaltung ebenfalls den kritischen Test der Fans bestehen, sodass am Ende weiterhin Gültigkeit besitzt, was im Mai 2011 zur DVD-Veröffentlichung von „Live At River Plate“ gesagt wurde.

Die ursprüngliche Besprechung: Mit ihrem 14. Studioalbum „Black Ice” (10/2008) ließen sich AC/DC mehr als acht Jahre Zeit, nachdem der Vorgänger „Stiff Upper Lip“ immerhin schon im Februar 2000 auf den Markt kam. Die ausgehungerten Fans rissen die CD bis dato knapp eine Million Mal aus den Regalen und sorgten in allen wichtigen Charts der Welt für Nummer-1-Platzierungen. Fast zeitgleich zur Albumveröffentlichung startete die „Black Ice“-Welttournee, die AC/DC für zwei Jahre rund um den Globus führen sollte. An deren Ende hatte die Band die dritterfolgreichste Tournee aller Zeiten gespielt und dabei fast 450 Millionen Dollar eingenommen.

Während ihrer Tournee veröffentliche AC/DCs Plattenfirma das Raritäten-Boxset „Backtracks“ (11/2009) sowie den Soundtrack zum Film „Iron Man 2“ (04/2010) mit alten Klassikern der Band und holte damit den maximalen kommerziellen Erfolg aus dem Comeback der legendären Hardrock-Band heraus. Als wahrscheinlich letzter Nachschlag (wer weiß das schon so genau?) erscheint mit „Live At River Plate“ nun noch eine DVD, die während drei Auftritten in Buenos Aires (Argentinien) im Dezember 2009 aufgenommen wurde.

In der argentinischen Hauptstadt wollten 200.000 Menschen AC/DC live auf der Bühne erleben. Nach einer dreizehnjährigen Auftrittspause in Argentinien war dieser Ansturm freilich kein Wunder. Das musste für die Ewigkeit festgehalten werden, wozu AC/DC David Mallet (Queen, Kiss, David Bowie) als Regisseur und Rocky Oldham als Produzenten verpflichteten. Für die Bonus-Dokumentation „The Fan, The Roadie, The Guitar Tech & The Meat“ sprang zudem Gavin Elder als Regisseur ein.

Mit 32 HD-Kameras wurde das Spektakel gefilmt und AC/DC spielten zwei Stunden pro Abend. Sie präsentierten neben einigen neuen Songs vom „Black Ice“-Album wie erhofft jede Menge Klassiker wie „Highway to hell“ oder „The Jack“. Auf der DVD wurden davon insgesamt 19 Songs in bestem Bild und Ton verewigt. Und das Ergebnis ist in allen Belangen imposant! AC/DC zeigten sich spielerisch und körperlich in Höchstform und beackerten drei Tage hintereinander eine ausladende Riesenbühne mit mordsmäßigen Aufbauten, Videoleinwänden und einem Laufsteg durch das halbe Stadion. Doch nicht nur die Kulisse der Konzerte war gigantisch, auch das argentinische Publikum präsentierte sich als begeisterungsfähige und textsichere Menschenmenge, die kaum im Zaum zu halten war.

Auch wenn AC/DC-Auftritte nach bald 40 Jahren im Musikzirkus keine wirklichen Überraschungen mehr beinhalten, stellen sie immer noch eine geballte Ladung reinsten Rock’n’Rolls dar, die nicht nur langjährige Fans mitreißt. Die fünf Herren im gesetzten Alter überzeugen mit technischer Perfektion und viel Spielfreude und das fast zwei Stunden lang. Mehr kann der Fan eigentlich nicht erwarten.

Anspieltipps:

  • Hells bells
  • Thunderstruck
  • Whole lotta Rosie
  • Rock’n’Roll train
  • Hell ain’t a bad place to be
  • Dirty deeds done dirt cheap

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