The Mountain Goats - Transcendental Youth - Cover
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The Mountain Goats Transcendental Youth


  • Label: Tomlab/INDIGO
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch das neue Mountain-Goats-Album klingt wie ein Mountain-Goats-Album.

Die stoische Regelmäßigkeit, in der John Darnielle Platte um Platte mit seinen Mountain Goats veröffentlicht, ist in der Musikbranche ja schon fast ein Anachronismus - und die anhaltend hohe Qualität erst recht, möchte man ergänzen. Auch „Transcendental Youth“ macht hier keine Ausnahme.

In Zeiten, in denen in jeder Indie-Disco Bands wie Mumford & Sons und Of Monsters And Men totgedudelt werden, ist es schon erstaunlich, dass The Mountain Goats gerade in Deutschland immer noch ein völliger Geheimtipp sind. Aber vielleicht sind die Texte auch einfach zu gut? Der gemeine Indie-Hipster lässt sich ja beim sich selbst Gutfinden nur äußerst ungern von Inhalten ablenken. Aber zum eigentlichen Thema: „Transcendental Youth“ ist ein etwas schmissigeres Mountain-Goats-Album geworden. Beschwingt fegt John Darnielle durch die meisten Songs, wie etwa im Bläsergetragenen, melancholisch-lässigen „Cry For Judas“. Man meint, die neuen Songs seien stringenter, bejahender als noch die Stücke von „All Eternals Deck“. Und das steht Darnielle beinahe noch besser.

„Transcendental Youth“ ist ein Album über Menschen geworden. Verrückt oder schlicht dumm sind diese oft - doch aufgeben würden sie nie; in dieser Hinsicht hierzulande vielleicht noch am ehesten vergleichbar mit dem oft ebenso tollen Tom Liwa. The Mountain Goats gilt es zu entdecken, liebe Folk-Pop-Tänzer. Bereits an die 600 Songs hat John Darnielle geschrieben, und sie handeln immer mal wieder von tragischen Enden, kranken Körpern und Geistern. Vom Verletzten des Selbst und der Anderen. Und doch sind sie schön.

Anspieltipps:

  • Lakeside View Apartments Suite
  • Cry For Judas
  • Until I am Whole

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