Omnia - Live On Earth - Cover
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Omnia Live On Earth


  • Label: Banshee Records
  • Laufzeit: 60 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Omnia schwelgen in ihrem Kosmos der alten Instrumente und entspannen damit das Publikum.

Die Musiker von Omnia haben sich selbst ein Etikett verpasst: Pagan-Folk. Als Folk-Musik mit Rückgriff auf mittelalterliche Instrumente könnte man das bezeichnen, bei der niederländischen Combo spielt aber auch noch das Piano eine Rolle. Die Instrumentenpalette reicht vom Didgeridoo, Drehleier, Flöten, Darbuka, Bouzouki, Gitarre, Hackbrett bis zur Harfe und die einzige Konstante in dieser bunten Truppe ist das Ehepaar van Harten: Steve alias Sic und Jenny komponieren die Songs der Band im Alleingang und die übrigen Musiker wechseln des Öfteren. Die Gruppe veröffentlicht jedes Jahr ein Album und hat nun schon seit Ende der 90er Jahre sehr viel Musik geschaffen.

Omnia spielen sehr gerne live und ernten dafür viel Lob. Daher haben sie nun nach einer Liveplatte im Jahre 2005 wieder das Live-Erlebnis auf CD gebannt. Wer schon einmal auf einem Mittelaltermarkt war, kann bestätigen, dass diese Musik dort hin passt. Und so musizieren das singende Ehepaar und seine Mitstreiter dort häufig und präsentieren eine mittelalterliche Show, die dem geneigten Publikum hörbar gefällt. Sicherlich sind die Texte meist in englischer Sprache nicht jedermanns Sache, denn allzu oft weiß man nichts mit den Floskeln über Natur, Heiden und den Weltuntergang anzufangen, aber darum geht beim Pagan-Folk nicht: Es entsteht eine sanfte, verträumte Atmosphäre und wenn Steve nicht immer so viel zwischen den Songs reden würde, bliebe das auch so. Es gibt Rhythmisches, Eingängiges, viele verschiedene Flöten und Gitarrenklänge zu bewundern und das Piano mischt auch noch mit und so schwelgen Omnia in ihrem Kosmos der alten Instrumente.

Zwischendurch versteht man schon die Faszination, die diese Live-Performance auslöst, denn Entspannung ist durch einfache Melodien und rhythmisches Trommeln garantiert. Allerdings kann man auch nicht abstreiten, dass einige Songs ein recht ähnliches musikalisches Konzept besitzen und dass das Flötenspiel nicht irgendwann nervt. Von daher helfen wahrscheinlich ein oder zwei Becher Met und die richtige Stimmung, um mit Omnia die musikalische Zeitreise ins Mittelalter anzutreten.

Anspieltipps:

  • Whytches Brew
  • Don't speak human
  • Free
  • Love in the forest

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