Kendrick Lamar - Good Kid, m.A.A.d City - Cover
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Kendrick Lamar Good Kid, m.A.A.d City


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 68 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Frank Ocean, The Weeknd und nun Kendrick Lamar. Das Jahr 2012 hat jede Menge starken US-HipHop-Nachwuchs zu bieten!

Wenn der legendäre Dr. Dre als Produzent seine Finger im Spiel hat, dann ist ganz schnell Hype-Alarm im Haus. Denn wer Rapper wie Snoop Dogg, Eminem, 50 Cent und The Game in den HipHop-Orbit geblasen hat, verfügt definitiv über einen Riecher für Talente. Talente wie Kendrick Lamar (25) aus der berüchtigten Stadt Compton in Kalifornien. Dieser macht bereits seit seinem 16. Lebensjahr durch seine Mixtapes auf sich aufmerksam und wurde vor gut zwei Jahren von Dr. Dre für das von ihm gegründete Aftermath Entertainment Label unter Vertrag genommen.

Damit steht das internationale HipHop-Jahr 2012 vollends unter dem Banner von Veröffentlichungen ehemaliger Independent-Rapper wie Frank Ocean (25), der im Sommer für sein Majordebüt „Channel Orange“ (07/2012) gefeiert wurde, Abel Tesfaye alias The Weeknd (22), der Mitte November 2012 ein Box-Set seiner 2011er Mixtape-Trilogie über Universal Music auf den Markt bringen wird („Trilogy“) und besagter Kendrick Lamar, der ebenfalls über den Universal-Vertriebsweg sein Majordebüt „Good Kid, m.A.A.d City“ in die Regale stellen lässt.

Mit dem wie ein Film-Soundtrack aufgebauten „Good Kid, m.A.A.d City“-Album legt der 25-Jährige aus der Gegend um Los Angeles gleich mit seinem Debüt ein schweres Pfund in die Waagschale. Denn der Rapper verpackt nicht weniger als seinen bisherigen Lebenslauf in ein Dutzend Songs (die Deluxe Version hat sogar 17 Tracks zu bieten!), die in Sachen Beats (cooler Old School Stuff!) und Rap-Flow (andere MCs würden sich bei Lamars Tempo vermutlich einen Knoten in die Zunge rappen) durchaus Maßstäbe setzen können.

Durch die nahtlosen Übergänge zwischen den einzelnen Tracks inkl. verbindender Skits und Interludes, die entspannte Produktion u.a. von The Neptunes, Just Blaze, T-Minus und Hit-Boy sowie den Gastbeiträgen von Drake, MC Eiht, Anna Wise, Jay Rock und Dr. Dre, die sich nie in den Vordergrund drängen, steht immer das große Ganze im Fokus und nicht bestimmte Songs, Hooks oder Features. Selbst wenn es sehr wohl einige herausstechende Kandidaten wie „Bitch, don’t kill my vibe“, „m.A.A.d city“, „Poetic justice“ oder auch „Sing about me, I'm dying of thirst“ gibt, ist „Good Kid, m.A.A.d City“ als Gesamtkunstwerk zu betrachten, das nicht mit Sensationslust, sondern über Atmosphäre, Storytelling und Authentizität punktet.

Was für eine herrliche Abwechslung nach all den Jahren, in denen Gangsta Rap das Nonplusultra war und jeder nur über Waffen, Frauen, Drogen, Bling Bling, Gewalt und gefakten Ghetto Shit rappte und damit zum Millionär wurde!

Anspieltipps:

  • m.A.A.d city
  • Poetic justice
  • Bitch, don’t kill my vibe
  • The art of peer pressure
  • Sing about me, I'm dying of thirst

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