Der W - III - Cover
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Der W III


  • Label: 3R Entertainment/Tonpool
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer kennt sie nicht, die alte Weisheit: „Eier wachsen nicht auf Bäumen!“

„Stephan Weidner ist der W“, lässt die Verpackung einen Wissen, nachdem die „III“ auf der Frontseite nicht viel verrät. Allerdings ist es ja bereits der dritte Solo-Ausflug des Böhse Onkelz-Bassisten und Songschreibers und so wissen Kenner bereits, worauf sie sich einlassen. Noch mehr Rock, viel treffenderer Pathos und insgesamt ein aufreibenderes Erlebnis als es die Onkelz waren. Alleine setzt Weidner noch mehr auf Hymnen und große Töne und lässt sich auch auf Album Nummer drei an kleinen und großen Problemen des Alltags aus.

Musikalisch ist das Werk stringent aufgebaut und arbeitet mit voran preschender Rockmusik. Warum ändern, was in den 90ern wunderbar funktioniert hat? Knackige Gitarren und treibendes Schlagzeug sorgen für den Rock- und Headbang-Faktor, wogegen Weidner von Hochmut, weinenden Göttern, Gesprächen mit dem Mond und seinem Hass auf Casting-Bands singt. Wem die Kritik der Onkelz zusagt, der wird natürlich auch hier wieder in schönen, aber auch deutlichen Worten mit diesen Dingen konfrontiert. Dabei geht die Bandbreite von wütendem Protest („Herz Voll Stolz“) über Balladen („Kafkas Träume“) bis hin zu Rock-Sozialkritik („Kampf Den Kopien“).

Der W bringt genau das, was man von ihm erwartet. Er hat sich wieder wichtige und unterhaltsame Themen herausgepickt und lässt kein Auge trocken. Weidner verschwendet keine Zeit mit leeren Worten, sondern packt jeden Song voll mit Bedeutung. Hier ist die Musik ein Mittel zum Zweck. Auf dieser Ebene bleibt das Album über die vollen 50 Minuten sehr einfach gestrickt, kann aber mit der nötigen Härte und auch Größe im Klang die Texte Weidners artgerecht unterstützen. Man muss schon aufpassen, ob einen diese Ladung an Input beim ersten Hören nicht überfordert.

Anspieltipps:

  • Judas
  • Kampf Den Kopien
  • Kafkas Träume

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